Kochen bei Allergien

Zutaten:

In meinen Rezepten verzichte ich auf die Zutaten, auf die die meisten Menschen allergisch reagieren. Welche Lebensmittel das sind, kann sehr gut in der Liste der „Allergenen-14“ eingesehen werden, die durch die EU veröffentlicht wurde. Das sind auch die Stoffe, die seit einiger Zeit von den Nahrungsmittelherstellern auf den Produkten klar deklariert sein müssen.

Ausnahmen mache ich bei Getreide. Ich vertrage kein Mais-, Reis-, Soja- oder Kartoffelmehl, sondern nur Dinkel. Daher kann ich immer nicht so viel zu glutenfreier Küche sagen, da ich eher zu Getreide greife, als zu Stärkemehl. Jedoch können einige Rezepte so abgewandelt werden, dass auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit sie wunderbar ausprobieren können.

Mir bekommen auch Fisch und Meeresfrüchte, sowie Schafs- und Ziegenmilch. Diese verwende ich allerdings meist nur in Form von Käse, manchmal Joghurt und als Frischkäse. Und auch Wachteleier bekommen mir gut. Zum Glück, denn so ein Ei ab und zu finde ich einfach lecker. Zumal ich sowieso schon so eingeschränkt in der Wahl meiner Zutaten bin.

 

Rezepte:

Viele meiner Rezepte sind alltagstauglich, und somit einfach in der Zubereitung und lecker. Ich versuche immer auch althergebrachte Rezepte so abzuwandeln, dass sie für mich als Allergiker auch passen. Diese Rezepte ohne die „Allergenen-14“ herzustellen ist mitunter ziemlich tricky. Aber es geht und das ist die Hauptsache.

Ich halte meine Rezeptbeschreibungen immer sehr kurz, weil mich selbst endlos lange Anweisungen sowie so nur verwirren. Und dann, bevor ich das Rezept überhaupt ausprobiere, schon die Lust flöten gegangen ist.

Heute bin ich an dem Punkt, an dem ich ausschließlich das esse was mir auch bekommt. Und selbst wenn wir Gäste haben koche ich nur noch Gerichte, die auch ich ohne Probleme genießen kann. Meistens bemerken sie gar nicht, dass es etwas für mich speziell gemachtes ist. Häufig sind sogar einige Menschen total erstaunt, dass das was sie gerade genossen haben, Teil einer Allergiker-Ernährung war. Denn es war lecker und voller Genuss. Keine Spur von Verzicht und fadisiertem Essen.  

Da es Lebensmittelallergien auf so vielfältige Weise gibt, können meine Rezepte womöglich auch für Sie nur Inspiration sein. Sie wissen selbst am besten, was Sie vertragen und was nicht. So können Sie die Rezepte einfach auf Ihre eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Sie werden sehen, es ist so einfach. Wenn Sie z.B. keine Kokosmilch vertragen, nehmen Sie einfach die Getreidemilch, die für Sie gut ist. Sie vertragen keine Ziegenmilch-Produkte, dafür aber Schaf, dann tauschen Sie die Zutat einfach entsprechend aus. Ersetzten Sie so alle Zutaten, die Sie nicht essen dürfen, durch ähnliche und für Sie verträgliche.

Convenience:

Da es keine Convenience-Produkte auf dem Markt gibt, die auf Allergiker Rücksicht nehmen, stellen Sie sich einfach einige davon selber her. Jedenfalls habe ich auch nach langer Recherche noch keine gefunden.

Es ist himmlisch einfach geschmackvolle Pesto, würzige Chutneys oder feurige Saucen selbst herzustellen. Und im Kühlschrank halten sie sich hervorragend. Und verwenden Sie immer nur wirklich frische Zutaten, möglichst aus regionalem Anbau. So haben die Zutaten keine lange Reise hinter sich und können ihren vollen Geschmack gleich bei Ihnen in der Küche verbreiten… Es lohnt sich wirklich.

Wenn Ihnen einmal kein Ersatz für eine in einem Rezept angegebene Zutat einfällt, dann melden Sie sich einfach bei mir. Zusammen werden wir ganz bestimmt eine leckere Lösung finden.

Ich freue mich auf Ihr Feedback

Stefanie


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