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Spargel, Spargel, Spargel

Bei Spargel brauche ich eigentlich keinen großen Schnickschnack und dennoch habe ich immer wieder den Zwang neues auszuprobieren und zu verändern, so dass sich hier schon einige Rezepte tummeln.

Wer noch Inspiration braucht, hier eine Auswahl an Spargelgerichten.

Grüner Spargel mit pochierten Wachteleiern (klick) vegetarisch

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Spargel mit Hühnerfrikassee (klick)

hühnerfrikassee

Spargel mit Lachs (klick)

Spargel mit Lachs

Riso di Venere mit Spargel und San Daniele Schinken (klick)

Sternemenue mit Spargel und Reis

Spargel mit Senfsauce und Granatapfelkernen (klick) vegan

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Spargel mit Hirsch und Kresse (klick)

spargel

Spargel mit Bozner Sauce (klick) vegetarisch

Bozner Sauce zu Spargel

Spargel-Möhren-Terrine (klick) vegetarisch

Gemüseterrine schaumig luftig

Spargel-Kresse-Süppchen (klick) vegan

spargel brunnenkresse suppe

Spargelmousse (klick) vegetarisch auf Wunsch

Spargel mit Lamm


Spargel zum Ersten

Spargel mit Lachs

Zum Auftakt der Spargelsaison gibt es Spargel mit Lachs und natürlich leckere Pellkartoffeln. Was man nicht sieht, ist die Sauce dazu. Da bevorzuge ich eine mit Senfnote (Rezept dafür hier). Die schmeckt ganz wunderbar zu Lachs, Spargel und Kartoffeln.

Sonst auch sehr lecker der Südtiroler Klassiker mit Ei sprich Spargel mit Bozner Sauce oder mit Kresse ist es auch lecker.

Ansonsten liebe ich das Gemüse einfach al dente gekocht mit etwas gehackter Petersilie, feinstem Olivenöl und etwas Meersalz vermischt. Lauwarm serviert zum Salat, Fisch oder Fleisch einfach super.

Als nächstes probiere ich eine Süppchen mit Kresse und Mandelmilch….

 

 


Risotto mit Taubenkropf-Leimkraut oder Sclopit

Risotto mit Sclopit

Letztens im Friaul gab es Risotto mit Sclopit. Das habe ich vorher noch nie gehört und muss gestehen die deutsche Übersetzung hab mich auch nicht weitergebracht. Für mich war es höchstens Unkraut und eher nicht essbar. Aber so wurde ich eines Besseren belehrt und dank Wikipedia habe ich noch mehr gelernt. Wen es interessiert…. klick

Taubenkropf-Leimkraut

Auf jeden Fall war es ein anderer Geschmack als man es sonst so hat. Das ist das schöne am Frühling, dass jetzt die jungen Kräuter kommen, die die Nudeln oder den Reis aufpimpen und so herrlich nach Frische und Sonne schmecken. Das Taubenkropf-Leimkraut schmeckt schwach nach Erbsen und Lakritze.

In Wikipedia habe ich dann später gelesen, dass Teile der Pflanze bzw. Blume giftig sein sollen. Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich Abstand genommen. Aber es waren die jungen zarten Triebe, nicht die Blüten und alle haben es ohne Maleschen überstanden.

Gemacht wurde der Risotto eigentlich klassisch. Ein paar Zwiebelringe, Knoblauch und die jungen Blätter in etwas Öl andünsten.

Taubenkropfkraut in der Pfanne

Den Reis dazu geben und etwas anschmoren lassen und dann nach und nach mit Gemüsebrühe auffüllen.

 

sclopit

 

Zum Schluss für die glutenfreie vegetarische Variante einen Klacks Butter und Parmesan oder Pecorino darunter mischen

In der veganen, laktosefreien und sowieso glutenfreien Version vegane Margarine oder Olivenöl verwenden und ggfs. “Cashew-Parmesan” oder Hefeflocken darüber streuen oder einfach weg lassen. Mir schmeckt es am besten mit etwas Öl und ohne weitere Zutaten.

Also los auf die Wiese und mit den Schätzen der Natur in die Küche zurück kommen. ;D

 


Erdäpfelplattelen oder platte Gnocchi frittiert?

 

Leckere Kartoffelplatten

 

Mit echt regionalen Rezepten ist es so eine Sache. Als Zugereiste wird meist die Fähigkeit abgesprochen es überhaupt zubereiten zu können. Geschweige dass es auch noch authentisch schmecken könnte. Mich schreckt das eigentlich nicht, sondern fordert mich heraus. Zum Glück meistens mit dem Ergebnis, dass sogar die Eingeborenen damit leben und vor allem genießen können.

 

In Südtirol gibt es sie eigentlich eher zu Hause oder in Buschenschänken. Oft habe ich sie unterwegs noch nicht gefunden. Aber heute bei uns!

Es war eine reine Restverwertung und sie sind wohl auch entstanden. Es braucht nur einige Zutaten, die meist in den Haushalten verfügbar waren.

 

Ich habe das Rezept ein bisschen für mich umgestellt und Butter, die eigentlich hineingehört weggelassen, sowie Pfeffer und dafür Chiliöl genommen.

 

Eigentlich wollte ich auch auf die Eier verzichten. Aber bisher habe ich mit Gemüsebratlingen, Linsenpuffern oder ähnlichem noch nicht die richtige Bindung gefunden. Also ohne Ei, ohne Mehl, ohne Soja, ohne Milchprodukte. Obwohl ich schon mittelprächtige Ergebnisse mit Kichererbsenmehl, Reismehl oder Flohsamenschalen hinbekommen habe, dennoch fehlt mir noch die Quadratur des Kreises…. Entweder waren die Dinger zu trocken, zerfielen oder nur im warmen Zustand genießbar. Falls jemand die angesprochene Quadratur gefunden hat, bitte mir auch verraten.

 

So werden die Erdäpfelplattelen gemacht:

 

Für 2 Personen 600 g mehlige Kartoffeln kochen und noch heiß pellen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und mit 200 g Dinkelmehl, 2-3 gute TL Salz, einen Schluck  Chiliöl und 2 Eier (wenn es dann nicht mehr ganz so heiß ist) zu einem glatten Teig vermischen.

Auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit sehr mehligen Händen, sonst klebt der Teig ziemlich, ein Stück des Teiges 3 mm dick ausrollen und rund ausstechen.

Teig zum AusstechenRohe Teiglinge

 

Diese kleinen Plattelen in heißem Öl in der Pfanne von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

In der Pfanne schwitzen die Plattelen

Dazu gibt es gekochtes Sauerkraut mit Wachholder und etwas Kümmel, sowie Salz. Und wer es mag, das Sauerkraut mit Mehl oder Stärke etwas andicken. Das ist klassisch in Südtirol, wo es meist sehr sämiges Kraut gibt. :)

 

Wegen der Eier heute also vegetarisch. Probieren könnte man die Platten sicher auch mit Kartoffeln und glutenfreiem Mehl.

Jedenfalls sind sie laktosefrei!

 

 

 


Austern mit Bier dazu Schokokuchen

Die Welt strotzte dieser Tage vor guten Vorsätzen: nicht mehr rauchen, weniger trinken, besser essen, mehr Bewegung – um nur die Favoriten unter den Vorsätzen zu erwähnen.

Wer hat ca. 2 Wochen nach der Jahreswende seine guten Vorsätze schon ad acta gelegt? Sei ehrlich, kriegst n’ Jahr weniger, pflege mein Opa in solchen Situationen zu sagen.

Ich habe mir für dieses neue Jahr davon nichts vorgenommen. Diese Vorsätze habe ich sowieso mehrfach im Jahr. Aber in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester  werde ich dennoch meist etwas melancholisch und nehme die Gelegenheit wahr mein Leben Revue passieren zu lassen.

Zum Kochen komme ich dann meist gar nicht. Bei uns sind die Weihnachtstage auch nicht stressig wie bei vielen, sondern meist sehr entspannt und mit wenig Kochsessions. Eher mit viel Essen und Gelage, weil jeder was kocht.

Austern und Guinness

Bei uns ist Heiligabend früh zum Aperitif mit Austern und Guinness gestartet. Insgesamt 10 Kilo Austern wurden geöffnet und mit gefühlt 50-100  Personen haben wir sie geschlürft und ordentlich Bier oder Sekt dazu getrunken. (Ich nur 2 -3 Stück von den Tierchen…. ich vertrage sie nicht so gut. Aber so einmal im Jahr….). Die Idee zu dem Umtrunk ist einige Tage vorher entstanden, als wir ein Kilo Austern auf dem Samstag-Markt gekauft und mit ein paar Freunden vorm Irish Pub geöffnet und gegessen haben. (Ok da hatte ich auch schon eine :)) Es war für einfach für alle zuwenig und so hat mein Südtiroler gleich beim Fischhändler angerufen und wollte nochmal 5 Kilo bestellen. Der Wirt vom Irish Pub meinte aber: make 10!

In Irland gibt es im September zum Erntestart viele Festivals mit Oyster and Guinness. In Irland geniesst man die Austern mit Schwarzbrot und viel Bier. Das war eine neue Erfahrung aber so haben wir die eigen kreierte Oysters-and-Guinness-Party  am Heiligabend für ein paar Stunden nach Bozen geholt.

Später gibt es bei uns ganz norddeutsch: Kartoffelsalat und Würstchen.

Für mich gibt es reine Rindswürstchen mit Mayosalat und meinen Südtiroler normale Wiener, hier auch Meraner genannt, und Salat mit Essig, Öl und Kapern.

Kartoffelsalat

Am 25. Dezember ist das große Familientreffen bei dem dieses Mal 25 Personen waren. Und meine Aufgabe war nur das Gemüse und den Kuchen zu machen.

Herrlich wenig zu tun… Das Gemüse musste zu Lamm und Kalbsbraten passen. Lamm und Kalb harmoniert für mich immer mit Minze. So habe ich grünes Gemüse gedämpft. Also Rosenkohl, Brokkoli, Erbsen, grüne Bohnen und Zucchini. Jede Sorte für sich und so dass es noch al dente war. Dann in einer mächtig großen Schüssel habe ich extra gutes Olivenöl mit Zitronensaft und Zitronenschalenzesten, grobes Meersalz und gehackter Minze angerührt und mit dem Gemüse vermischt. Beim Essen war das Gemüse schon prima mariniert und dennoch lauwarm und schmeckte super mit der frischen Zitronen-Minze-Note.

Später hatte dann nur mehr der Schokokuchen seinen Auftritt, den ich nach einem Rezept von Jamie Oliver gemacht habe. Der Kuchen ist so gut, weil er erstens mega schokoladig ist und dann auf jeden Fall vorher gemacht werden muss. Spätestens am Tag vorher. ;)

Für den Kuchen einen Boden auf Mürbeteig machen. Ich habe einen mit Dinkelmehl gemacht. Aber sehr gut wird der Kuchen auch mit einem glutenfreien Boden.

Schokoladenkuchen

Für die Füllung:

300 ml Sahne oder gehaltvollere Getreidemilch

2 gestrichene EL Zucker (ich habe Rohrohrzucker genommen dann könnte man auch gut 3 EL nehmen.)

1 winzige Prise Salz

120 g weiche Butter (ich kann mir vorstellen auch eine gute Margarine zu verwenden. Ausprobiert habe ich es noch nicht.)

450 g Schokolade (dafür habe ich 85% Kakaoanteil genommen. Ich denke 75%

ist besser. Ich wollte nur sicher sein, dass wirklich kaum Milch enthalten

ist. Oder eben lieber ein bisschen mehr Zucker nehmen. Mein Kuchen war dann doch ein bisschen herb.

100 ml Milch (da habe ich einfach Sahne und Wasser 1:1 gemischt. Mit Hirsemilch funktioniert es auch oder natürlich mit laktosefreier.

geschmolzene Schokolade

So wird’s gemacht:

Sahne, Zucker und Salz im Topf aufkochen. Vom Herd nehmen, Butter und in Stücke gebrochene Schokolade zugeben. Rühren, bis die Schokolade sich aufgelöst hat.

Die Mischung etwas abkühlen lassen und die kalte Milch unterrühren, bis eine glatte, glänzende Masse entstanden ist. Manchmal sieht es fast aus als wenn es gerinnt, dann einfach noch ein bisschen mehr Milch unterrühren. Alles auf den Boden verteilen, glattstreichen und abkühlen lassen.

Mit Kakao bestreuen.

Ach, übrigens noch mal zu den guten Vorsätzen…..

Dieses Mal ist mir am meisten aufgestoßen, dass ich sehr wenig Zeit zum Kochen bzw. zum Rumexperimentieren hatte. Kochbücher habe ich massenhaft gekauft. Vor allem mit dem Schwerpunkt der Konservierung. Und ganz viele Rezepte habe ich auf meine spezielle Nachkochliste von anderen Blogs, die ich im RSS-Feed habe, gesetzt. Aber nix getan. Das soll sich ändern. Mal sehen wo ich am besten Zeit umverteilen kann….


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