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Lamm nach Cevapcici Art
Heute gab es beim Schlachter des Vertrauens Lammhack, das sehr gut aussah. So stand ich an der Theke und wollte es. Mir schmeckt Lamm meist besser als Rind oder Huhn. Eigentlich hatte ich noch keine echte Idee was ich damit machen wollte.
Im Laufe des Marktgeschehens und nebenbei Kaffeetrinkens bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass eine Art von Cevapcici genau das richtige ist. Meine Mutter hat früher zum Grillen im Sommer meist diese kleinen Hackröllchen gemacht, nachdem meine Eltern Ende der 60ziger Jahre mehrfach in Dubrovnik Urlaub gemacht haben.
Damals war Tourist so was wie übernachten mit Familienanschluss. So kommen mir die Erzählungen jedenfalls vor. Sie haben zusammen gegessen und gegrillt und meine Eltern beim nächsten Urlaub Dinge aus Deutschland für Sie mitgebracht, die dort in Jugoslawien, heute Kroatien, zu der Zeit nicht käuflich waren und umgekehrt. So sollte Urlaub für mich auch heute noch sein. So lernt man die Menschen in dem Land und die Küche viel besser kennen. Fern den überlaufenen Orten und Lagen ruhig und ursprünglicher.
Das Wetter ist hier im Norden leider nicht so grillmäßig derzeit, so dass ich mich für die Pfanne entschied. Wobei es soll ja Menschen geben, die grillen das ganze Jahr durch.
Und es ist nicht das ursprüngliche Rezept, dass meine Mutter von damals hat. Sie sagt, dass es Cevapcici damals aus Rindfleisch gab und nur mit Salz und viel schwarzem Pfeffer gewürzt wurden. Und dass das Geheimnis wohl darin liegt, dass die Röllchen eigentlich über Nacht im Kühlschrank zum Reifen aufbewahrt werden und dann erst auf dem Grill landen. Das hat meine Mutter hier in Deutschland allerdings nie praktiziert. War ihr mit dem Hackfleisch wahrscheinlich zu unsicher. Wer hat es schon mal nach einem Originalrezept gemacht und hat entsprechende Erfahrungen?

Heute gab es mal die Abwechslung mit Schafsfeta und Paprika. Ganz schnell und rasant.
500 g Lammhack
100 g Fetakäse
1-2 TL Meersalz
1 TL Rosenparikapulver
1 TL Paprikapulver edelsüß
Die Mengen sind Richtwerte. Bei Bedarf etwas mehr oder auch etwas weniger nehmen. Für diese Fälle mache ich bei Unsicherheit eine Proberolle, die ich in der Pfanne durchbrate und probiere. Wenn de Mischung stimmt, wird der Rest gerollt.
Dazu passt wunderbar Tomaten- oder Blattsalat und einen guten kräftigen Schuss Olivenöl.
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Fastenzeit meets Asian Food oder Frühlingsrollen
Damit bin ich natürlich über eine Woche zu spät. Der Aschermittwoch hat mich allerdings nachhaltig aufs Bett geschmissen…- das mir als Norddeutsche ohne Karnevalsgen.
Es gab viel Süppchen und Schonkost, so dass es den Schnupfenbakterien von Tag zu Tag weniger bei mir gefiel und endlich wieder verschwunden sind. Der Schnupfen selber hat mir nicht gefallen. Die Schonkost schon. Und so mache ich dann weiter mit dem Teilfasten.
Der Plan ist morgens wenig belastendes Obst zu essen, mittags etwas Gemüse und evtl. ein paar Kartoffeln und abends nur mehr Gemüsesüppchen. Das sollte entlasten und vielleicht endlich den Winterspeck bezwingen. So jedenfalls meine Hoffnung. ;D
Das Vorhaben ist für einen Kochblog eher langweilig. Verständlich. Daher bis mindestens Ostern gibt es hier Archivküche und alles was ich so für Gäste oder andere zubereitete.
Nicht immer Allergie gerecht… aber nicht alle hier sind mit so vielen Unverträglichkeiten gebeutelt wie ich…
Heute starte ich asiatisch. Die Sachen haben wir vor ein paar Wochen gemacht. Spontan beim Aperitif entstanden. Allen knurrte der Magen und keiner hatte Lust allein zu kochen.
So hatten wir am Abend:
Frühlingsrollen
Sushi
Huhn aus dem Wok
Tiramisu

(Die Bilder sind nicht von mir – ich weiß aber nicht mehr genau, wer welche Bilder an dem Abend gemacht hat….man möge mir verzeihen. )
Die Frühlingsrollen waren mein Part. Ich liebe diese Dinger. In mir geisterte wochenlang schon der Gedanke und das Bild von knusprigen Rollen, die zerblättern wenn man sie mit der Gabel zerteilen will.
Fertig oder in Restaurants bekommt man die irgendwie nicht mehr. Die sind in der Gastro scheinbar ausgestorben. Nur mehr diese kleinen vegetarischen Verwandten mit viel zu viel Teig im Verhältnis sind noch zu bekommen.
Also selber machen ist die Divise und es eigentlich ganz schnell und ist sehr unkompliziert, wenn man auf Fertigteigplatten zurück greift.
Wir haben zwei Varianten gemacht. Einmal mit Frühlingsrollenteig, der jedoch Weizen enthält und einmal mit Reispapier, da auch sehr gut schmeckt und glutenfrei ist.
Als Tribut an die Kindheitserinnerung wollte ich auch die mit Weizen probieren. Die anderen Esser haben kein Allergieproblem und so waren die in Null-Komma-Nix weg. (50 Stück haben wir gewickelt….) Und die schmecken dem Kind in mir unter uns gesagt fast besser als die mit Reisteig. Verfluchte Unverträglichkeit….. ;D
Für die Füllung habe ich Weißkohl in sehr feine Streifen geschnitten. 1-2 Möhren auch. In einer Pfanne oder besser im Wok etwas Öl (wenn du Sesam verträgst Sesamöl nehmen, wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, kannst du auch ein bisschen Sonnenblumenöl dazu mischen oder ein anderes hocherhitzbares Öl nehmen) erhitzen, 1-2- Knoblauchzehen leicht anschwitzen, 1 Chilischote ebenso und wieder aus dem Öl nehmen.
Kohl und Wurzeln anrösten. Wer mag kann auch Mungo- oder Sojasprossen dazugeben. Mir schmeckt es nicht so gut… Mit glutenfreier Sojasauce abschmecken. (Ich habe eigentlich eine Unverträglichkeit gegen Soja. Aber hier mache ich jetzt 1-2 Mal im Jahr eine Ausnahme. Es hat bei mir mit der Sauce, wenn sie glutenfrei ist, nicht so große Folgen. Eine echte Alternative zur Sojasauce habe ich nicht gefunden bisher. Wenn du eine hast, sag mir bitte Bescheid….)
Wenn der Kohl angebraten und noch bissfest ist aus dem WOK rausnehmen. Dann wieder etwas Öl erhitzen und Rindhackfleisch krümelig anbraten. Mit Sojasauce und ggfs. etwas Chili abschmecken. Wenn auch das fertig ist, alles zusammen mischen.
Die fertigen Teigplatten auslegen, in die Mitte je nach Größe dieser 1-2 EL Kohl-Fleisch-Mischung geben und zusammen rollen. Am Anfang habe ich immer nur eine Platte verwendet. Die Rollen sind leider beim Frittieren sehr leicht auseinander gerissen. Später als wir die Füllung zweimal umhüllt haben, war es viel besser und schmeckte mir auch noch besser.

Du ahnst es schon….jetzt nur noch die eingerollten Rollen in heißem Öl frittieren bis sie ganz knusprig sind.
Reinbeißen, genießen, an die Kindheit denken und glücklich sein. Manchmal braucht es wenig… :D
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Zu guter Letzt: Spargelmousse
Auf den letzten Drücker zu Johanni noch mal schnell Spargel besorgt! Derzeit stehe ich auf alles was irgendwie mit Mousse oder Flan oder Cremes zu tun hat. Da verwundert es nicht, dass der Spargel auch dran glauben musste und zu Mousse verarbeitet wurde. Die Idee entstand als ich den Entsafter Jago in der Küche stehen hatte, der mir freundlicherweise von der Firma Idealo (für mehr Infos hier klicken) zur Verfügung gestellt wurde.
Anfänglich war ich wegen des recht günstigen Preises etwas skeptisch, ob er sein Geld wert ist. Und vor allem als ich in der Bedienungsanleitung las, dass man das Gerät nicht länger als 3 Minuten im Dauerbetrieb betreiben darf.
Die Überraschung folgte auf den Fuß: der Spargel war dermaßen schnell entsaftet, dass man wohl für den Hausgebrauch die Maschine keine 3 Minuten in Betrieb hat. Auch bei anderen saftigen Früchten ging es sehr schnell und effektiv. Dabei ist das Gerät recht einfach zu reinigen und lässt so gut wie keine Feuchtigkeit in den „Saftgut“ zurück
Für das Spargelmousse habe ich 500 g Spargel geschält und die Köpfe abgeschnitten. Die waren mir zu schade durch die Zentrifuge zu pressen. Der Restspargel ergab ca. 200 ml. Dazu habe ich einen kleinen Schuss Weißwein gegeben. Zitronensaft kann ich mir auch gut vorstellen. Eine Prise Salz und 1 Tütchen Agar Agar, für die Menge 200 ml. Sowie einen Becher (200 ml) süße Sahne.
Den Spargel im Entsafter entsaften. Den Saft und der Rest, der von Spargel übrig bleibt in einen Topf geben und mit etwas Weißwein und Salz abschmecken. Das Agar-Agar einrühren und ca. 2 Minuten aufkochen bzw. köcheln lassen. Danach gut abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen und wenn die Spargelmasse kühl genug ist, die Sahne unterheben und einige Zeit im Kühlschrank richtig durchkühlen lassen.
Zum Anrichten kann man gut mit einem Esslöffel kleine Nocken formen und zum Beispiel als Vorspeise servieren. Bei uns gab sie in zwei Varianten:

Die erste mit marinierten Erdbeeren. Das habe ich mir sehr lecker und innovativ vorgestellt. Immer wieder habe ich die Kombination gelesen und gehört, wie gut das ist. Also ehrlich es sieht toll aus, aber geschmeckt hat es nicht. Das Mousse oder die Erdbeeren für sich waren super. Zusammen eine kulinarische Katastrophe. Daher gab’s für den Rest Mousse Lamm dazu:
Dafür die Lammschulter mit Meersalz abreiben. 3 Möhren, Lauchzwiebeln, malziges Kellerbier, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und eine Knoblauchzehe schälen zubereiten, zerkleinern und in eine Auflaufform geben. Im Ofen ca. 2 Stunden bei 150 Grad abgedeckt schmoren lassen. Dann den Deckel abnehmen und knusprig bräunen.
Als Deko johannisbeer-Salbeiblätter und –blüten.
Die Mousse ist glutenfrei. Ohne Lamm vegetarisch und mit laktosefreier Sahne sogar ohne eben Laktose.
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Gemüsecurry oder was gibt der Kühlschrank so her
In der Gemüseschale lagen 2 Wurzeln und eine braune Papiertüte herum. Der Inhalt dieser entpuppte sich als ein gutes Pfund frische grüne Bohnen. Und es gab eine angebrochene Packung Kokosmilch. Rote Currypaste ist sowieso immer vorrätig und Zwiebeln, Knoblauch und Erbsen (aus dem Freezer) sowieso. Mir fehlte dazu nur etwas als „Füllmaterial“ wie Kartoffeln oder Kohl. Kartoffeln kann ich nicht so gut essen. Manchmal vertrage ich sie ganz gut. Meistens nicht. Daher fiel die Entscheidung auf Blumenkohl, den ich in Verbindung mit Curry-Kokos sehr lecker finde. Er nimmt den Geschmack des Currys an und ist nicht mehr so so fad, wie zum Beispiel mit klassischer heller Sauce und Muskat. Als Kind habe ich mir bei den Gelegenheiten so viel Sauce auf den Teller geschaufelt, wie es erstens ging und zweitens der Blumenkohl nicht mehr rausschmeckbar war.
Für dieses Curry habe ich in etwas Sesamöl (Falls Du, wie viele, darauf reagierst, nimm ein für Dich verträgliches Öl) Streifen von weißer Zwiebel, Knoblauch als ganze Zehe und Rote Curry Paste angeschwitzt. Mit Kokosmilch ablöscht und in der Zwischenzeit das restliche Gemüse vorbereitet und mit schmoren lassen bis es fast weich aber noch mit Biss zu essen war. Die grünen Bohne hatte ich vorher blanchiert, fällt mir gerade ein. So war das Gemüse zeitgleich gar.
Ein sehr schnelles leckeres Gericht. Reis passt noch sehr gut dazu, wenn Du eine „Sättigungsbeilage“ brauchst. Das Gemüse bei mir hier sogar in Bio. Die Kokosmilch und Paste nicht. :D. Außerdem recht allergiefreundlich. ohne Gluten, ohne Laktose, ohne Nüsse und Keime, mal von Sesam abgesehen. Und vegan.
Wer sagt, dass Allergiegeplagte und Veganer nicht lecker essen können? Stimmt gar nicht!
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Schaumig Luftig Spargel Möhren Terrine
Extra für Zorra zum Geburtstag. Genauer gesagt zum 7. Bloggeburtstag, zu dem ich herzlich gratuliere. In sieben Jahren ergibt das sehr viel aufgewendete Arbeit und Energie. Danke an dieser Stelle für Deine vielen Posts, auf die ich mich immer wieder aufs Neue freue.
Für den Anlass hat Zorra zum Event „Schaumig und Luftig“ aufgerufen. Da fiel mir sofort eine Gemüseterrine ein, die ich schon als Kind geliebt habe. Es war eins der ersten Rezepte mit denen ich anfing zu kochen. Was mich an dieser Zusammenstellung von Gemüse mit Eiern und Sahne zu fasziniert, weiß ich bis heute nicht. Kaltes Gemüse mit Ei und Sahne. Eigentlich könnte das keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken. Und doch! Vielleicht liegt es am großväterlichen Einfluss. Er als Charcutier hat uns von je her mit Pasteten oder Terrinen verwöhnt. Wenn auch eher mit Fleisch als mit Gemüse.
Diese Terrine ist sehr schnell zubereitet und ein schöner Auftakt für ein festliches Geburtstagsessen. Als Vorspeise sieht es klasse aus und macht Appetit auf die vielen leckeren andere Dinge, die da noch kommen. Daher hat Zorra wohl auch zu luftig und schaumig aufgerufen. So kann man ein mehrgäniges Menü genießen. Und spürt es nicht: schaumig luftig ist doch gleich weg. Darin können sich keine Kalorien und Völlegefühle halten.
Der Klassiker dieser Terrine ist die Gemüsekombination von Wurzeln (Möhren), Spinat und Blumenkohl. Das habe ich heute etwas abgewandelt und eine Zweischicht-Versuchung mit Wurzeln und Spargel gemacht. Dazu Kresse in Olivenöl.
Die Formel für die Mischung ist 125g Gemüse mit 100g Sahne und 1 Ei zu vermischen bzw. zu pürieren. Das Gemüse vorher in gesalzenem Wasser kochen. Dann mit den Ei und Sahne sehr fein pürieren und mit Salz abschmecken. Das ist alles.
Den Ofen auf 175°C vorheizen.
Eine ofenfeste Form mit hitzebeständiger Folie auskleiden. Eine Kuchenkastenform geht prima dafür. Als Folie nehme ich meist Bratschlauchfolie, wobei die an einigen Stellen doofe Falten schlägt. Es müsste für den Profibereich meine ich Folien geben, die soviel Hitze vertragen, dass man sie unbesorgt in den Ofen schieben kann. Alufolie habe ich mal probiert. Lass lieber die Finger davon. Danach schmeckte es leicht metallisch.
Wenn die Form gut ausgekleidet ist, die Gemüsemasse in Schichten einfüllen.
Den Ofen auf Unterhitze umstellen. Die Form in eine größere Auflaufform oder ein tiefes Backblech stellen und Wasser hineingießen. So kann die Terrine im Wasserbad schonend garen. Das Wasser sollte dabei nicht mehr als 80°C erreichen. Sonst entstehen großporige Blasen, die dem Geschmack nichts anhaben, aber unschön ausschauen.
Ungefähr 1-1,5 Stunden braucht die Terrine um gar zu werden. Vor dem Raussnehmen aus dem Ofen mit einem Holzstäbchen hineinpieksen. Wenn nichts kleben bleibt ist die Terrine fertig.
Abkühlen lassen und erst im kalten Zustand die Folie entfernen und anschneiden.
Die Kresse habe ich sehr fein geschnitten und mit etwas Olivenöl vermengt. Anschließend über die Terrine geträufelt.
Lecker und glutenfrei. Wenn Du laktosefreie Sahne nimmst, auch laktosefrei und vegetarisch.
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