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Orangenmarmelade

Orangenmarmelade auf Toast

Echte Marmelade! Alles andere darf sich eigentlich nur Konfitüre nennen.

Noch dazu nach englischem Rezept. Aus alter Familientradition.

 

Das Rezept stammt aus Manchester, wo der Uropa meines Südtirolers fünf Jahre gelebt hat. Meinem Liebsten schmeckt die Marmelade so gut, dass wir sie unbedingt kochen mussten.

 

Zutaten:

2 kg Orangen gerechnet ohne Schale wohl dann eher 3 kg mit Schale

Orangen ungespritzt und ungewachst, ganz natürlich.

1 kg Zucker

1 Zitrone

viel Zeit

 

Die Orangen habe ich mit einem Sparschäler geschält. Man könnte auch einen Zestenreißer verwenden. Wichtig ist, dass die Schale so dünn abgeschält wird, dass die weiße Haut nicht dabei ist. Diese Schalen in dünne Streifen schneiden und im Topf 4-5 mal aufkochen lassen. Dazwischen immer wieder das Wasser wechseln. Wenn sie nicht mehr zu bitter sind, kann es mit der Marmelade losgehen. Von ungefähr einem Drittel der Orangen habe ich die Schalen verwendet. Mit dem Rest habe ich Salz aromatisiert. Aber das ist eine andere Geschichte…

 

Die weiße Haut von den Orangen schälen. Ich habe sie mit einem Messer abgeschnitten, als wenn man sie filetieren möchte. Schälen wäre mir zu aufwendig gewesen. Das Fruchtfleisch in Scheiben oder Stücke schneiden und im Topf mit der halben Menge Zucker ansetzen. Aufkochen lassen und immer wieder gut durchrühren, dass die Marmelade nicht am Boden ansetzt. Dazu habe ich dann noch den Saft einer Zitrone gegeben. Am besten schmeckt es, wenn man eine Cedro, eine Zitrusfrucht, die wie eine große Zitrone aussieht und aus der man Cedrata/Sukkade macht. Leider ist sie nicht so leicht zu bekommen, außerhalb von Süditalien.

Orangenmarmelade

Gekocht bzw. köcheln lassen, habe ich die Marmelade ungefähr 2-3 Stunden. Genau habe ich nicht auf die Uhr geschaut, weil es so nebenbei lief.

 

Jedenfalls ist sie gut, wenn sie richtig geliert und die Orangenstücke mehr und minder verkocht sind.

 

Zum Schluss habe ich die Zesten dazugeben und damit wurde sie so richtig schön bitter.

 

Die Marmelade in Gläser füllen und schon mal ein Toast zur Probe bestreichen.

 

Jetzt fehlen nur noch die Scones, der Tee und ein schöner ruhiger Nachmittag mit Buch im Sessel. Herrlich!

Fenchelsalat mit Orangen

Wer Fenchel mag Hände hoch! Ich bin sicher als Kind mit Fencheltee kulinarisch gequält worden. Anders kann ich mir meine Abneigung gegen dieses eigentlich so leckere Gemüse nicht erklären.

 

Dabei liebe ich es in Fischsuppe in jeder Richtung. Oder das Kraut, welches meist auf winzige kleine Zipfelchen gekürzt wurde. Das Kraut in Verbindung mit Lachs. Mega! Oder vor Jahren habe ich mal Fenchel in Streifen geschnitten, paniert und frittiert vorgesetzt bekommen. Vorsichtig habe ich mich dieser Kreation angenähert. Muss aber sagen: schmeckt!

 

So ist es mir auch mit diesem Salat gegangen. Selber auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen. Den habe ich bei Freuden im Zuge eines gemütlichen Abends mit viel Essen als Vorspeise serviert bekommen. Und auch hier wieder dieser Effekt. Gar nicht so fenchelig und gut. Knackige frische Vorspeise, die jetzt durch die Saison von Fenchel und guten Orangen, und die reichhaltige Nachweihnachtszeit der Linie positiv entgegen kommt. :)

 

Und hier wäre nicht der nicht der richtige Ort sollte ich nicht über die Vorzüge von allergiearmen Gerichten plaudern. Der Salat ist einfach perfekt für die meisten. Glutenfrei, laktosefrei, vegan und sowieso frei von den Allergenen 14.

Den Fenchel habe ich außen mit den Sparschäler dünn abgeschält und damit die etwas zähen Fäden abgeschält, so dass die Streifen zarter werden. Dann die Knolle längst halbiert, das Herz (klingt fies, oder) herausgeschnitten und dann in feine Querstreifen geschnitten. Orangen filetiert und den Saft, der dabei aus der Frucht läuft aufgefangen. Diesen mit Olivenöl, Salz und eine winzige Prise Chili vermischt. Fenchel und Orangenfilets auf Tellern anrichten, das Fenchelkraut, so fern welches dran ist, hacken, drüberstreuen und das Dressing drüber gießen. Lass es Dir schmecken!

 

 

Orangenkuchen ohne Mehl

Ja ich bin wieder da! Bin wieder online! Ich hatte es in meinem letzten Post schon angekündigt, dass wahrscheinlich eine schwierige virtuelle Zeit auf mich zu kommt. Mein PC wollte nicht mehr. Er hat sich mit seiner Grafikkarte verabschiedet. Zum Glück ohne Datenverlust und dennoch hat es eine Menge Arbeitspotenzial beinhaltet. :D

Außerdem bin ich jetzt vom PC auf’n Mac umgestiegen. Das braucht so bei mir als mittelalter Mensch schon eine Umgewöhnungsphase. Nach 20 Jahren Windows war ich zum Teil ganz schön am Suchen nach Befehlen etc. Dennoch jetzt ist beinahe alles gut und ich wieder hier.

Auf die Art habe ich leider den Event bei Uwe mit „blau“ verpasst. Dabei hatte ich was super passendes gefunden. Mist.

In Thailand gibt es eine Blüte, die zum Tee aufgekocht, wie blaue Tinte ausschaut. Ein Foto in den weiten des Internets habe ich hier gefunden. In Hamburg hatte ich versucht in diversen Asialäden diese Blüten zu bekommen, leider ohne Erfolg. Sie heißen Butterfly Peas oder auch Schmetterlingsbohnen. Die Blüten sehen sehr schön blau aus. In Indien zum Bespiel werden diese zum Färben von Speisen verwendet. Es ist ja eher selten, dass blau beim Verarbeiten auch blau bleibt. Dies nur als kleiner Abstecher, was hätte sein können…. :D

Heute jedenfalls gibt es Kuchen. Einen, den ich bei Claudia von Fool for Food gefunden habe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ohne Mehl gebacken wird. Sprich mit Orangen, Mandeln und Eiern.

 

Das musste ich probieren.

Das Orginal-Rezept (hier) habe ich etwas abgewandelt. Zum einen mögen wir es bei Kuchen nicht ganz so süß – zum anderen habe ich statt Mandeln Erdmandeln genommen. Die gehören nicht zu der Familie der Nüsse und sind somit für Nussallergiker in der Regel verträglich.

 

Hier mein Rezept zu dem doch ungewöhnlichen Kuchen:

2 ungeschälte Bio-Orangen in einem Topf 1,5 Stunden köcheln lassen, bis sie weich sind.

Herausnehmen, halbieren und mit einem Pürierstab pürieren. Mixer funktioniert auch. Dabei vorher schauen, ob evtl. Kerne in den Orangen sind, diese vorher entfernen. Und Nachtrag. Die Orangen in der Schale lassen. So kochen und auch pürieren. Das gibt dem Kuchen eine leichte Bitternote. Lecker.

Dann 6 Stück Eier 150 g Rohrrohrzucker und 200 g Erdmandeln gemahlen sowie eine TL Backpulver verrühren.

Die Orangenmasse, die vorher abgekühlt sein sollte, darunter heben. Eine Springform mit dem Durchmesser von 24 cm mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hineinlaufen lassen.

Im vorgeheiztem Ofen bei 170°C ca. 1 Stunde backen lassen. Mit einem Holzspieß eine Garprobe machen.

Den Kuchen vor dem Stürzen etwas abkühlen lassen, so bekommt man ihn viel besser aus der Form.

Zum Schluß etwas Puderzucker darüber streuen.

Ich habe den Kuchen einmal mit selbst gemahlenen Mandeln und einmal mit Erdmandeln gemacht. Der Kuchen mit dem Mandeln war etwas lockerer und ging mehr auf. Dennoch schmeckt er mit den Erdmandel auch super und ist eine echte Alternative für Kuchen, der glutenfrei, laktosefrei und frei von Nüssen sein soll.

 

 

Orangenrisotto mit Champignons und Sauerampfer

Endlich startet wieder die richtige Orangensaison. Wobei die Orangenernte natürlich mehrfach im Jahr passiert. Dennoch schmecken sie mir am besten zum Winter. Da kommen gemütliche Gefühle auf, wie am Ofen sitzen, Tee trinken oder mit einer Kuscheldecke bewaffnet auf der Couch lümmelnd und alte Filme schauen, während das Wetter draußen stürmisch, nass und kalt ist. Wenn der Geruch der Orangen durch die Wohnung zieht, kommt Weihnachten mit Riesenschritten auf uns zu. Diese Zeit jetzt kommt mir immer vor als wenn sie die Ruhe vor dem Sturm beinhaltet. Die Tage werden kürzer und man bleibt mehr zu Hause und es kehrt Ruhe ein. Im Dezember dagegen jagt ein Event das nächste und alle sind gestresst weil bis Weihnachten noch so viel zu tun und erledigen ist. Eigentlich verrückt, dass die besinnliche Zeit so voller Hektik ist. Aber das ist eine andere Geschichte…. Diesen Beitrag weiterlesen »

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