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Zu guter Letzt: Spargelmousse

Auf den letzten Drücker zu Johanni noch mal schnell Spargel besorgt! Derzeit stehe ich auf alles was irgendwie mit Mousse oder Flan oder Cremes zu tun hat. Da verwundert es nicht, dass der Spargel auch dran glauben musste und zu Mousse verarbeitet wurde. Die Idee entstand als ich den Entsafter Jago in der Küche stehen hatte, der mir freundlicherweise von der Firma Idealo (für mehr Infos hier klicken) zur Verfügung gestellt wurde.

Anfänglich war ich wegen des recht günstigen Preises etwas skeptisch, ob er sein Geld wert ist. Und vor allem als ich in der Bedienungsanleitung las, dass man das Gerät nicht länger als 3 Minuten im Dauerbetrieb betreiben darf.

Die Überraschung folgte auf den Fuß: der Spargel war dermaßen schnell entsaftet, dass man wohl für den Hausgebrauch die Maschine keine 3 Minuten in Betrieb hat. Auch bei anderen saftigen Früchten ging es sehr schnell und effektiv. Dabei ist das Gerät recht einfach zu reinigen und lässt so gut wie keine Feuchtigkeit in den „Saftgut“ zurück

Für das Spargelmousse habe ich 500 g Spargel geschält und die Köpfe abgeschnitten. Die waren mir zu schade durch die Zentrifuge zu pressen. Der Restspargel ergab ca. 200 ml. Dazu habe ich einen kleinen Schuss Weißwein gegeben. Zitronensaft kann ich mir auch gut vorstellen. Eine Prise Salz und 1 Tütchen Agar Agar, für die Menge 200 ml. Sowie einen Becher (200 ml) süße Sahne.

Den Spargel im Entsafter entsaften. Den Saft und der Rest, der von Spargel übrig bleibt in einen Topf geben und mit etwas Weißwein und Salz abschmecken. Das Agar-Agar einrühren und ca. 2 Minuten aufkochen bzw. köcheln lassen. Danach gut abkühlen lassen.

Die Sahne steif schlagen und wenn die Spargelmasse kühl genug ist, die Sahne unterheben und einige Zeit im Kühlschrank richtig durchkühlen lassen.

Zum Anrichten kann man gut mit einem Esslöffel kleine Nocken formen und zum Beispiel als Vorspeise servieren. Bei uns gab sie in zwei Varianten:

Die erste mit marinierten Erdbeeren. Das habe ich mir sehr lecker und innovativ vorgestellt. Immer wieder habe ich die Kombination gelesen und gehört, wie gut das ist. Also ehrlich es sieht toll aus, aber geschmeckt hat es nicht. Das Mousse oder die Erdbeeren für sich waren super. Zusammen eine kulinarische Katastrophe. Daher gab’s für den Rest Mousse Lamm dazu:

Dafür die Lammschulter mit Meersalz abreiben. 3 Möhren, Lauchzwiebeln, malziges Kellerbier, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und eine Knoblauchzehe schälen zubereiten, zerkleinern und in eine Auflaufform geben. Im Ofen ca. 2 Stunden bei 150 Grad abgedeckt schmoren lassen. Dann den Deckel abnehmen und knusprig bräunen.

Als Deko johannisbeer-Salbeiblätter und –blüten.

Die Mousse ist glutenfrei. Ohne Lamm vegetarisch und mit laktosefreier Sahne sogar ohne eben Laktose.

Lamm ohne Wolle – Kitz auf nackte Art

 

 

Für den Kochevent bei Zorra veranstaltet von Peter „aus meinem Kochtopf“.

hatte ich mir zu Ostern ein wunderbar zubereitetes Lamm gedacht. Mit allen Raffinessen. Stundenlang in der Küche vorbereitet und ewig Sous Vide im Ofen verbringend- Herauskommend ein perfektes Lamm mit allem Drum und Dran. Die Gäste werden vor Genuss vergehen und sich die Finger lecken und schlecken. Die Köchin lobend, kein Ende finden vor lauter hochtrabenden kulinarischen Komplimenten. Beseelt vom Essen wie in den Film „ Einfach unwiderstehlich“. Wo die erfolglose Amanda durch einen Krebs zu eben dieser Köchin wird, der die Gäste regelrecht verfallen und ihre Gefühle und Emotionen freien Lauf lassen ohne sich zu sperren. Den magischen Moment, den Augenblick mit allen Sinnen zu genießen.

An dem Punkt wachte ich auf!

 

Dabei war die Vorbereitung perfekt. Ich habe beim Metzger des Vertrauens ein Viertel von einem Kitz bestellt. Das irre frisch und so gar nicht lammig war. Habe viele Rezepte gelesen, die mir gut gefielen. Wollte in die Richtung wie Robert gehen, habe es mir so gut vorgestellt.

 

Ostersonntag kam alles anders. Wir haben verschlafen, waren faul und haben am Ende das Stück Lamm mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Rosmarin eingerieben, eine Schalotte dazugegeben und es bei 150°C in den Ofen geschoben. Das hat schon so überfordert, dass wir einen Aperitif brauchten. Das Wetter war nicht so kalt, dass man es sogar draußen gemütlich haben konnte. Herrlich – das Leben ist schön. Nach ca. 2 Stunden kamen wir nach Hause und das Lamm hat die Zeit im Ofen gut verbracht, nur das dieser mal wieder seinen Klemmer hatte und eine Temperatur von ungefähr 80 Grad. Bei der Temperatur kommt kein knuspriges, sondern ein gesottenes Lamm zustande. Ganz grau sah es aus das arme Lamm. Wir haben dann den Notfallplan eingeleitet und den Ofen auf Grillstufe hochgestellt. Noch so ungefähr 30 Minuten. Wir haben es retten können. Es war innen nicht mehr so rosa, wie es eigentlich sein soll. Ich mag es unter uns gesagt sowieso lieber durch. Darf man das laut sagen?

Außen wurde es wunderbar knusprig und hat der wenigen Gewürze wegen einen herrlichen Fleischgeschmack ohne Chichi gehabt. Lecker.  Wenn auch nicht so fotogen und die Gäste wollten nicht noch länger aufs Essen warten.

An den Lamm wo die Gäste mir verfallen arbeite ich noch. Zum Glück gibt es hier jetzt eine Menge Rezepte dazu. Wem meins zu reduziert ist hier klicken….

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