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RAVIOLI MIT RADICCHIO TREVISANO – VEGAN

Ravioli mit Radicchio
Jetzt endlich ist es mir gelungen!! Yipiiie! Endlich ein Nudelteig der sich nicht nur großartig ausrollen lässt, dazu sehr dünn, sondern auch noch richtig gut schmeckt. Das war bisher immer das Manko an der Sache. Entweder war der Teig zu mehlig im Geschmack oder zu klebrig oder gar gummiartig. Oder er wollte einfach durch die dünnen Einstellungen der Nudelmaschine nicht mehr gedreht werden und bröselte sich so auf. hmhm… aber dennoch ich habe ihn kleingekriegt! So gelingt der vegane Vollkorn-Nudelteig: Diesen Beitrag weiterlesen »

Mediterrane Gemüsepfanne mit Polenta – vegan

Auberginen Polenta

Für die schnelle Küche habe ich heute unseren Tiefkühlschrank und die Vorratskammer durchforstet und bin ziemlich gut fündig geworden.

 

Warum nicht mal Auberginen, Artischocken, getrocknete Tomaten und Kapern kombinieren.

Dazu hatten wir noch Instand Polenta im Schrank.

 

Die Auberginen kaufe ich meist fertig gegrillt eingefroren aus der Tüte. Ich finde die sind viel fettfreier als wenn ich sie selber durch die Pfanne jage. Die Artischocken hatte ich auch geviertelt. geputzt und eingefroren gekauft. Die wollte ich geschmacklich ausprobieren. So gut mir die Auberginen gefroren gefallen, umso weniger die Artischocken. Jetzt so in der Gemüsepfanne vereint, waren sie gut. Aber allein serviert – nicht so meins.

 

Beide Gemüsesorten auftauen lassen und in etwas Öl (von den getrockneten Tomaten in Öl) in die Pfanne geben und anbraten. Nach einiger Zeit in Streifen geschnittene Tomaten dazu geben, gehackte Kapern (ich nehme immer Salzkapern, die kurz mit Wasser gespült sind) und etwas Petersilie. Ggfs. mit etwas Salz und Chili abschmecken.

 

Parallel die Polenta, die ich genommen habe, brauchte nur 2 Minuten, in Salzwasser kochen.

 

Alles zusammen servieren. Schmeckt herrlich mediterran, ist vegan, gluten- und laktosefrei.

 

Tag des deutschen Butterbrots

Heute am 26. September ist wieder der Tag des deutschen Butterbrots. Die Aktion ursprünglich von der CMA ins Leben gerufen, wird dieser spezielle Tag häufig vor allem von Bäckern genutzt als Aktionstag für Backerzeugnisse.

 

Ich persönlich hatte lange Jahre ein eher gespaltenes Verhältnis zur guten Butterstulle. Einfach zu allergen für mich mit Weizen, Gluten, Laktose, Milcheiweiß usw.. Dabei ist so ein frisches Brot mit Butter und einem leckeren Belag drauf einfach gut, geht normalerweise super schnell und leicht zu machen.

 

Mir war es meist zu aufwendig das entsprechende Brot zu besorgen und bei Feinkostsalaten oder Aufschnitt darauf zu achten, dass ich diese Sachen gut vertrage. Zum dem häufig die Rezeptur geändert wird und somit immer wieder die Etiketten genau untersucht werden mussten. Da habe ich mir fast das deutsche Butterbrot abgewöhnt.

Zumal mir ein Brot mit Butter nur schmeckt, wenn das Brot auch echt was her gibt. Sonst kann es unter Umständen auch recht langweilig daher kommen.

 

Toll ist, dass es jetzt immer mehr Produkte gibt, die gluten- und laktosefrei sind. Ich habe jetzt bei Rewe, wo es viele Produkte der eigenen Marke „REWE frei von“ gibt einiges gefunden, was man wunderbar verwenden kann.

 

Es gibt eine ziemlich umfangreiche Palette von Produkten, die das Leben leichter machen und den Genuss nicht vernachlässigen. So gibt es Brot, Kuchen, Nudeln, Käse, Milche, Eis, um nur einige zu nennen.

 

Wenn wir zum Abend Butterbrote essen, dann eher so, dass wir diese als Brotzeit anrichten oder als eine Art Smørrebrød, welche in Dänemark eher zum Mittag gegessen wird.

Aber so schmeckt es mir einfach viel besser.

 

Als Smørrebrød gibt es hier heute glutenfreies Vollkornbrot mit Salatblatt, Frischkäse und gebratenen Champignons.

Brot glutenfrei mit Pilzen

Dazu habe ich die Pilze kurz gesäubert und in Scheiben geschnitten. In einer Pfanne in ein wenig Olivenöl angebraten, dass sie ein bisschen Farbe haben, aber noch knackig innen sind.

Den Frischkäse (laktosefrei) habe ich mit ein, zwei Tropfen Olivenöl, etwas Meersalz, feine Ringe von einer Lauchzwiebel angerührt.

 

Das Vollkornbrot mit einem Salatblatt belegen und den Frischkäse darauf verteilen. Dazu die Champignons darauf geben und mit grobem schwarzem Pfeffer und etwas Fleur de Sel abrunden. Wer mag träufelt noch ein wenig Olivenöl über das Brot.

 

 

Als herzhaftere Variante ein veganes, gluten- und laktosefreies Brot oder Stulle.

Brot glutenfrei mit veganem Schmalz

Dazu gibt es dann später für die nicht Veganer laktosefreien Schinken und Käse, saure Gurken und eingelegte Silberzwiebeln.

Das passt für mich so richtig zum Herbst. Wenn die Küche wieder gehaltvoller und herzhafter wird. Ich freue mich schon auf die vielen Schmorgerichte und Kastanien und Kürbisse.

 

Das Schmalz habe ich so gemacht:

Bio-Palmfett und etwas Kokosfett (davon nicht so viel, es macht es sonst ziemlich kokoslastig) geschmolzen. Eine größere Zwiebel und einen säuerlichen Apfel in kleine Würfel geschnitten. In einem Esslöffel Olivenöl in einem Topf angeschwitzen und so lange anbraten bis die Zwiebeln weich sind und Farbe kriegen. Das Palm-Kokosfett dazugeben und kräftig salzen. 1-2 Zweige frischen Thymian dazu geben. Aus dem Topf in einer hitzebeständige Form gießen und abkühlen lassen.

 

Am besten ein paar Tage durchziehen lassen. Es wird mit jedem Tag besser.

Um ein „Grieben-Feeling“ zu bekommen, kann man fertige Röstzwiebeln (die die man zum Hot Dog nimmt) zum Schluss dazu geben. Nur aufpassen, dass diese glutenfrei sind. Es gibt sie auch „gepudert“ mit Weizen.

Erdäpfelplattelen oder platte Gnocchi frittiert?

 

Leckere Kartoffelplatten

 

Mit echt regionalen Rezepten ist es so eine Sache. Als Zugereiste wird meist die Fähigkeit abgesprochen es überhaupt zubereiten zu können. Geschweige dass es auch noch authentisch schmecken könnte. Mich schreckt das eigentlich nicht, sondern fordert mich heraus. Zum Glück meistens mit dem Ergebnis, dass sogar die Eingeborenen damit leben und vor allem genießen können.

 

In Südtirol gibt es sie eigentlich eher zu Hause oder in Buschenschänken. Oft habe ich sie unterwegs noch nicht gefunden. Aber heute bei uns!

Es war eine reine Restverwertung und sie sind wohl auch entstanden. Es braucht nur einige Zutaten, die meist in den Haushalten verfügbar waren.

 

Ich habe das Rezept ein bisschen für mich umgestellt und Butter, die eigentlich hineingehört weggelassen, sowie Pfeffer und dafür Chiliöl genommen.

 

Eigentlich wollte ich auch auf die Eier verzichten. Aber bisher habe ich mit Gemüsebratlingen, Linsenpuffern oder ähnlichem noch nicht die richtige Bindung gefunden. Also ohne Ei, ohne Mehl, ohne Soja, ohne Milchprodukte. Obwohl ich schon mittelprächtige Ergebnisse mit Kichererbsenmehl, Reismehl oder Flohsamenschalen hinbekommen habe, dennoch fehlt mir noch die Quadratur des Kreises…. Entweder waren die Dinger zu trocken, zerfielen oder nur im warmen Zustand genießbar. Falls jemand die angesprochene Quadratur gefunden hat, bitte mir auch verraten.

 

So werden die Erdäpfelplattelen gemacht:

 

Für 2 Personen 600 g mehlige Kartoffeln kochen und noch heiß pellen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und mit 200 g Dinkelmehl, 2-3 gute TL Salz, einen Schluck  Chiliöl und 2 Eier (wenn es dann nicht mehr ganz so heiß ist) zu einem glatten Teig vermischen.

Auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit sehr mehligen Händen, sonst klebt der Teig ziemlich, ein Stück des Teiges 3 mm dick ausrollen und rund ausstechen.

Teig zum AusstechenRohe Teiglinge

 

Diese kleinen Plattelen in heißem Öl in der Pfanne von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

In der Pfanne schwitzen die Plattelen

Dazu gibt es gekochtes Sauerkraut mit Wachholder und etwas Kümmel, sowie Salz. Und wer es mag, das Sauerkraut mit Mehl oder Stärke etwas andicken. Das ist klassisch in Südtirol, wo es meist sehr sämiges Kraut gibt. :)

 

Wegen der Eier heute also vegetarisch. Probieren könnte man die Platten sicher auch mit Kartoffeln und glutenfreiem Mehl.

Jedenfalls sind sie laktosefrei!

 

 

 

Rindfleisch-Guinness-Stew in Blätterteig

Beef-Guinness-Stew in Puff Pastry…

Beef guinness stew

Stews haben bisher nicht so auf unserem Speiseplan gestanden. Die Idee eins zu machen, kam mir als ich gelangweilt auf dem Sofa sitzend im Fernsehen zappend bei einer Kochshow von Jamie Oliver hängen blieb. Klang gut, was er da so machte. Sah auch gut aus. Bis auf die Tatsache, dass er viel Sellerie nahm und zum Schluss Cheddar mit in die Form warf. Das entzieht sich meiner Vorstellung von lecker. Na ja was soll’s Rezepte sind ja wandel- und auf den persönlichen Geschmack anpassbar.

J. Oliver hat Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Stangensellerie, Möhren, Portobello Pilze (darauf hat er besonderen Wert gelegt, dass die besser sind als normale Champignons), Rindsgulasch, Guinness, Mehl. Salz und Pfeffer im Topf angeschmort. Nach kurzer Zeit hat er den Topf in den Ofen gestellt und bei 180°C 2 Stunden  köcheln lassen.

Dann den Puffpastry -ein herrliches Wort. Ich liebe den Klang und die Bedeutung von manchen Wörtern. Wenn in anderen Sprachen Dinge umschrieben werden, die damit so klar und deutlich werden. Wie gepuffter Teig oder ein Lieblingswort von mir sind ouva strappazati: strapazierte Eier und somit einfach italienische Rühreier – in eine runde feuerfeste Form gelegt. Stew hineingegeben mit geriebenen Cheddarkäse vermischt, Ränder mit Eier bepinselt, mit einem Deckel abgedeckt, Schornstein reingeschnitten und im Ofen weitere 40 Minuten gebacken. Und den Deckel mit einem Messer leicht in Rauten eingeritzt, so dass der Deckel im Ofen unterschiedlich aufgegangen ist und ganz hübsch wurde. Soweit Jamie Oliver. Wen es genauer interessiert, hier geht’s zum Jamie Oliver Rezept: hier

Rindfleisch Bier Stew

Hier meine Version:

Sellerie wollte ich wegen meiner Allergie und den Cheddar wegen des Geschmacks und der Unverträglichkeit nicht. Der Käse ist ersatzlos entfallen. Den Sellerie habe ich mit Lauch ersetzt. Die Zutaten hatten wir soweit im Haus. Nur das Rind und das Bier fehlte. Das Bier haben wir im irischen Pub um die Ecke in einer Flasche besorgt. Als mein Südtiroler nach dem Bier fragte, sagte der Wirt sofort: „Ey you gonna make a stew?“ „Yes in indeed!“ Damit war die Bierfrage auch geklärt und als wir mit der Flasche Bier noch etwas länger in der Stadt unterwegs waren (am Ende war das Bier etwas schal, der Umstand war fürs Stew nicht weiter schlimm), haben wir ein paar Leuten den Mund wässrig gemacht, auf die Nachfrage: „Was wollt ihr mit dem Bier?“ „Stew kochen, was sonst?“

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Auf die Art waren wir dann am Abend nicht allein mit unserem Stew und hatten ein wunderbar lustiges und sehr leckeres Dinner zu sechst.

Fürs Stew habe ich 3 rote Zwiebeln in Olivenöl anröstet, dazu

4 ganze Zehen Knoblauch (Grünstengel innen entfernt),

50 g Butter

1 mittelgroße Stange Lauch in Ringe geschnitten,

4 Wurzeln in Scheiben

500 g weiße Champignons geviertelt

1 Kilo Rindsgulasch

Nach dem alles gut angeröstet war habe ich es abgelöscht mit

0,5 l Guinness (der Rest vom Liter ist für die Köche) und etwas Wasser

2 gehäufte EL Maisstärkemehl

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Auf die Garung im Backofen habe ich verzichtet und im Topf auf kleiner Flamme das Stew eineinhalb Stunden köcheln lassen.

Dann habe ich ein Auflaufform mit Dinkel-Blätterteig ausgekleidet und das Stew eingefüllt. Aus weiterem Blätterteig einen Deckel ausgerollt und oben aufgelegt. Die Ränder gut zusammengefügt und einen Schornstein bzw. ein Loch in die Mitte des Teigs geschnitten. Die Pastry im Ofen bei 180°C ca 40 Minuten backen lassen. Das heißt als der Teig oben schon die richtige Bräunung hatte, habe ich auf Unterhitze umgestellt, dass der Teig in der Form gar wird.

Mit einem großem Auffüll-Löffel und gebutterten Erbsen servieren. Wer mag, macht noch Kartoffelpüree dazu. Ein herrliches Essen, dass ab jetzt sicher öfter auf den Tisch kommt. Nur die Geschichte mit dem Guinness – ich werde es satt dessen mal mit einem anderen Bier probieren. Es hatte eine Bitternote im „Abgang“ die uns nicht so ganz behagte. Mit einem Ale oder Alt könnte ich es mir fast besser vorstellen. Die Iren mögen mir verzeihen.

Glutenfrei ist das Stew ohne die Puffpastry bzw.Blätterteig. Ich selber habe das Stew ohne den Teig gegessen und habe fast besser gefunden. Obwohl ich bekennender Pie- und Pastryfan bin.

Es ist Milchfrei, Laktosefrei und ohne Eier (dann nicht den Teig zum Zusammenkleben mit Ei bestreichen!).

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