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Fisch in Venedig

Essen zu gehen in Venedig kann sich in gegensätzliche Richtungen entwickeln. Auf der einen Seite landet man in einem völligen Nepplokal wo das Essen eher mies und der Service noch mieser ist oder man hat Glück und findet irgendwo fern ab von gröberen Touristenwegen eine kleine Insel, wo es sich lohnt zu schlemmen. Und dann kommt bei mir noch dazu, dass es eh schwierig für mich ist unterwegs was zu finden, dass mich nicht kontaminiert.

Dabei will ich nicht behaupten eines der besseren Restaurants gefunden zu haben. Mein Südtiroler meinte jedoch das der gesprochene Dialekt der Gäste um uns herum zum Teil nach „venezian“ geklungen hat. Da kann ich nicht mithalten. Dafür ist mein italienisch einfach zu schlecht, als dass ich Dialekte erkennen könnte.

Und dass das Restaurant in einer kleinen unscheinbaren Straße weit weg vom Markusplatz liegt heißt auch nicht, dass es ein Insider ist. Wir haben zum Beispiel eine kleine Bar gefunden in der sehr viele unterschiedliche kleine Brote zum Wein serviert wurden. Es sah sehr nett und gut aus. Als wir drin waren und bestellten, fingen die Leute neben uns eine Unterhaltung an. Besucher aus Köln würde ich sagen. Linker Hand dann machten wir Berlin aus und weiter hinten war Bayern vertreten….. ok ein oder zwei Italiener waren auch noch da.

Foto: Cicchetti zum Aperitiv

Die Brote waren super. Man konnte sogar ein kleines hauseigenes Kochbuch kaufen. Was gemacht haben. Ich sollte wirklich die Rezepte mal nach machen und zum Aperitif einladen. Dann könnte ich auch das Brot essen und nicht nur den Belag…. :D

Das kleine Ristorante auf der anderen Seite der Stadt an einem Kanal. Ja, einem Kanal :D haben wir durch das Rumwandern in Venedig gefunden. Zum Glück. Meinen Südtiroler nach Venedig zu bekommen ist immer wieder ein Unterfangen was wohl überlegt sein sollte. Normalerweise schaffe ich es nur zur Bienenale Ausstellung. Da kann ich ihn mit Kunst oder Architektur locken. Mit der Stadt selber nicht.

An diesen Tag waren wir fast ein wenig zu spät schon dran, um noch zu essen. Aber es passte gerade noch in die Mittagszeit. Innen waren genau noch zwei Plätze frei, die auf uns gewartet haben.

Und so saßen wir da und warteten der Dinge, die sich entwickeln. Es gab keine Karte sondern nur die Ansage: heute gibt es Fisch! Und ob wir Wein und Wasser mit oder ohne Gas wollen. Basta!

Der Rest kam der kommen wollte. Hier nur ein Auszug. Nicht alle Gerichte habe ich aufgenommen.

Foto: Antipasto di pesce

Foto: Cozze gratinate

 

Foto: Tintenfisch und Garnelen frittiert (Mazancolle und Calamaretti)

 

Foto: Tintenfische in tomaten

 

Foto: Fischlasagne

Als Allergiker musste ich ab da mal schnell alle Bedenken über Board werfen. Einmal ist keinmal ;)

Es war lecker und hat sich gelohnt. Bei dem ein oder anderen allerdings habe ich mich lieber zurückgehalten. Wie beim Baccala, der meist in Milch gekocht wird. Da habe ich nur eine homöopathische Dosis probiert.

Oder die Lasagne mit Fisch. Sehr lecker  – leider Weizen drin. Mein Südtiroler hat geschlemmt und geschlemmt. Wir haben allerdings ein paar Gänge ausgelassen. Obwohl ich nicht alles gegessen habe, bin ich auch auf meine Kosten gekommen und am Ende waren wir mehr als satt und zufrieden…und haben das Mahl mit einem guten Kaffee und Kräuterlikör ausklingen lassen.

Foto: Abschluss-Kaffee

Kastanienzeit und Klauberei

Herrliche Kescht’n, wie sie in Südtirol genannt werden, sind wieder reif an den Bäumen, bzw. zum Teil ohne stachelige Außenhaut unter ihnen. Bei wunderbarem Wetter ist es ja schön diese Maroni zu sammeln. Wenn auch eine picksige Angelegenheit. Gestern haben wir uns zum zweiten Aufklauben Handschuhe besorgt. Es ist schöner sie in freier Wildbahn zu finden, als aus der Schale zu schälen.

Ich bewundere dabei immer die Menschen, die Kastanien professionell verkaufen. Vielleicht haben die eine andere Technik als wir. Jedenfalls kann man bei den niedrigen Kilopreisen mit unserer Methode auf keinen grünen Zweig kommen.

 

Das Panorama jedenfalls stimmte und die Sonne dazu auch. Eine Feierabendentspannung bei frischer Luft ist nicht zu verachten. Diesen Beitrag weiterlesen »

London indisch kulinarisch!

Als ich das auf Facebook gesagt habe, dass wir für einige Tage nach London fahren und wir sicher einige kulinarische Idee finden, sagte jemand: „England und Genuss schließen sich von vornherein aus!“

 

Das mag sicher für einige Sachen stimmen. Und wir haben zwischen sehr gut und weniger lecker gegessen. Aber das passiert mir hier auf dem Kontinent genauso. Und doch gibt es in England zum Teil ganz andere Kombinationen von Zutaten, die ich als Inspiration dann gern ausprobiere.

 

Es war wunderbares Wetter in London in der letzten Woche mit strahlend blauem Himmel und ganz viel Sonne.

Wir haben es ausgenutzt und sind nach Southall gefahren. Das ist das indische Viertel in London. Es gehört zu Greater London. Dort gelangt man mit der Tube und Bus. Vor ungefähr 20 Jahren habe ich einige Zeit in London verbracht und bin immer wieder gern in das Viertel gegangen. Die Preise für Gemüse und Gewürze hielten sich immer im Rahmen und ins Restaurant zu gehen, konnte ich mir dort sehr gut erlauben ohne das Budget zu sprengen. Selbst heute noch ist es vergleichsweise günstig. Und die Küche sehr original. Scharfe Gewürze inklusive. Diesen Beitrag weiterlesen »

WEI(H)NACHTEN!

Allen wünsche ich wunderbare Weihnachten mit viel Liebe, Glück, Gesundheit, Hoffnung, Familie, Harmonie, Einigkeit, Seligkeit, Heiterkeit, Frohsinn überhaupt alles was man sich so vorstellen kann.

Wei(h)nachten?

Mein Liebster kommt aus einer Winzer-Familie, so dass es zu Weihnachten immer den ein und anderen guten Tropfen gibt. Am Ende bin ich sicher mehr Wein- als Weihn- aber zu Weihnachten kann und darf es mal sein. ;))

Immer wieder dienstags ist Markttag!

Ich versuche dienstags auf den Bio-Bauern-Markt zu kommen. Dieser Markt ist für mich perfekt. Wenn auch sehr klein und übersichtlich. Doch alles aus der Region, frisch und biologisch. Manchmal sehr mit Kompromissen behaftet, weil es nur saisonales Gemüse gibt.

Eben das was gerade vom Bauern am Tag vorher oder auch früh am Morgen geerntet wurde.

Für Wohnungsmenschen wie ich es nun mal bin, manchmal wünsche ich mir schon einen großen Gemüse- und Kräutergarten, ist es perfekt.

Uns schmeckt das Biogemüse einfach viel besser als das herkömmlich angebaute. Auch wenn die Sachen ein wenig knuppeliger und kleiner aussehen. Der Geschmack ist irgendwie anders.

So bleibt es aber auch spannend. Beim Markt denke ich dann schon darüber nach, was man aus den Zutaten machen könnte.

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