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Fastenzeit meets Asian Food oder Frühlingsrollen

Damit bin ich natürlich über eine Woche zu spät. Der Aschermittwoch hat mich allerdings nachhaltig aufs Bett geschmissen…- das mir als Norddeutsche ohne Karnevalsgen.

Es gab viel Süppchen und Schonkost, so dass es den Schnupfenbakterien von Tag zu Tag weniger bei mir gefiel und endlich wieder verschwunden sind. Der Schnupfen selber hat mir nicht gefallen. Die Schonkost schon. Und so mache ich dann weiter mit dem Teilfasten.

Der Plan ist morgens wenig belastendes Obst zu essen, mittags etwas Gemüse und evtl. ein paar Kartoffeln und abends nur mehr Gemüsesüppchen. Das sollte entlasten und vielleicht endlich den Winterspeck bezwingen. So jedenfalls meine Hoffnung. ;D

Das Vorhaben ist für einen Kochblog eher langweilig. Verständlich. Daher bis mindestens Ostern gibt es hier Archivküche und alles was ich so für Gäste oder andere zubereitete.

Nicht immer Allergie gerecht… aber nicht alle hier sind mit so vielen Unverträglichkeiten gebeutelt wie ich…

Heute starte ich asiatisch. Die Sachen haben wir vor ein paar Wochen gemacht. Spontan beim Aperitif entstanden. Allen knurrte der Magen und keiner hatte Lust allein zu kochen.

So hatten wir am Abend:

Frühlingsrollen

Sushi

Huhn aus dem Wok

Tiramisu

Rollen

(Die Bilder sind nicht von mir – ich weiß aber nicht mehr genau, wer welche Bilder an dem Abend gemacht hat….man möge mir verzeihen. )

Die Frühlingsrollen waren mein Part. Ich liebe diese Dinger. In mir geisterte wochenlang schon der Gedanke und das Bild von knusprigen Rollen, die zerblättern wenn man sie mit der Gabel zerteilen will.

Fertig oder in Restaurants bekommt man die irgendwie nicht mehr. Die sind in der Gastro scheinbar ausgestorben. Nur mehr diese kleinen vegetarischen Verwandten mit viel zu viel Teig im Verhältnis sind noch zu bekommen.

Also selber machen ist die Divise und es eigentlich ganz schnell und ist sehr unkompliziert, wenn man auf Fertigteigplatten zurück greift.

Wir haben zwei Varianten gemacht. Einmal mit Frühlingsrollenteig, der jedoch Weizen enthält und einmal mit Reispapier, da auch sehr gut schmeckt und glutenfrei ist.

Als Tribut an die Kindheitserinnerung wollte ich auch die mit Weizen probieren. Die anderen Esser haben kein Allergieproblem und so waren die in Null-Komma-Nix weg. (50 Stück haben wir gewickelt….) Und die schmecken dem Kind in mir unter uns gesagt fast besser als die mit Reisteig. Verfluchte Unverträglichkeit….. ;D

Für die Füllung habe ich Weißkohl in sehr feine Streifen geschnitten. 1-2 Möhren auch. In einer Pfanne oder besser im Wok etwas Öl (wenn du Sesam verträgst Sesamöl nehmen, wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, kannst du auch ein bisschen Sonnenblumenöl dazu mischen oder ein anderes hocherhitzbares Öl nehmen) erhitzen, 1-2- Knoblauchzehen leicht anschwitzen, 1 Chilischote ebenso und wieder aus dem Öl nehmen.

Kohl und Wurzeln anrösten. Wer mag kann auch Mungo- oder Sojasprossen dazugeben. Mir schmeckt es nicht so gut… Mit glutenfreier Sojasauce abschmecken. (Ich habe eigentlich eine Unverträglichkeit gegen Soja. Aber hier mache ich jetzt 1-2 Mal im Jahr eine Ausnahme. Es hat bei mir mit der Sauce, wenn sie glutenfrei ist, nicht so große Folgen. Eine echte Alternative zur Sojasauce habe ich nicht gefunden bisher. Wenn du eine hast, sag mir bitte Bescheid….)

Wenn der Kohl angebraten und noch bissfest ist aus dem WOK rausnehmen. Dann wieder etwas Öl erhitzen und Rindhackfleisch krümelig anbraten. Mit Sojasauce und ggfs. etwas Chili abschmecken. Wenn auch das fertig ist, alles zusammen mischen.

Rollenende Rollen

Die fertigen Teigplatten auslegen, in die Mitte je nach Größe dieser 1-2 EL Kohl-Fleisch-Mischung geben und zusammen rollen. Am Anfang habe ich immer nur eine Platte verwendet. Die Rollen sind leider beim Frittieren sehr leicht auseinander gerissen. Später als wir die Füllung zweimal umhüllt haben, war es viel besser und schmeckte mir auch noch besser.

Frühlingsrollen

Du ahnst es schon….jetzt nur noch die eingerollten Rollen in heißem Öl frittieren bis sie ganz knusprig sind.

Reinbeißen, genießen, an die Kindheit denken und glücklich sein. Manchmal braucht es wenig… :D

Carpaccio al forno mit Rucola

Ein schnelles Essen aus der Rubrik: Einfach und lecker!

Diese Art von überbackenem Carpaccio habe ich das erste Mal in Italien kennen gelernt. Man könnte sich an dieser Stelle fragen: wo sonst? Ja stimmt. Aber es gibt ja Gerichte, die im Ursprungsland beinahe unbekannt sind. Wie Döner in der Türkei zum Beispiel oder American Dressing in den USA. Kennt dort echt niemand. Oder frag mal in Frankreich nach einem Chicken Francese. Kennst Du als Europäer auch nicht? Hintergrundinfo gibt es bei Petra’s Kaffeeklatsch, wer mag.

Mich hat das Carpaccio sofort total angesprochen. Ich bin nicht so der „Rohes-Fleisch-Fanatiker“ und so ist die Version Carpaccio lightly-roh könnte man sagen. Wobei ich doch skeptisch bin, ob man bei im Prinzip gegrilltem Fleisch immer noch von Carpaccio sprechen kann. Oder sollte der Titel am Ende doch gegrilltes Fleisch, überbacken mit Pecorino, Rucola und Öl heißen?

Die Verbindung, im Original mit Parmesan, mit Pecorino Romano und Rucola echt lecker. Wie auch immer es heißen mag. :D

Mir hat letztens jemand gesagt, dass kochen mit frischen Zutaten echt viel Arbeit ist und länger braucht, als wenn man auf Fertiggerichte zurückgreift. Das ist hiermit eindeutig widerlegt. Das geht schneller als ne Tüte aufreißen!

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Essig und Öl und Rind zum Salat vereint

Vom Sonntagsbraten ist unglaublich aber wahr was übrig geblieben! Das passiert nicht oft. Es war auch ganz schön viel Rind, was wir da so hatten. Rindsschulter um genau zu sein.

Die haben wir in Wasser mit Wurzeln, Porree, Petersilie und Salz angesetzt. Sellerie vertrage ich ja nicht. So entstand bei ganz kleiner Hitze eine wunderbare Brühe, die wir sehr genossen haben. Mein Liebster noch mit ganz vielen Suppennudeln (aber aus Dinkel) drin… ;-)

An dieser Stelle muß ihm ein dickes Lob aussprechen. Der arme Kerl verzichtet auf die ganz normalen Essensgeschichten und isst immer mit mir den “Allergiker-Kram”. Der Liebe!

Das Fleisch haben wir dann abgekühlt mit Salat gegessen. Auch gut. Aber heute als dann noch ein Rest blieb, wollte ich einen anderen Geschmack. Diesen Beitrag weiterlesen »

Backen für den Genuss – Gastbeitrag von Mellie

Wie ich ja schon in meinem ersten Post erwähnte, bin ich keine gute Köchin. Und genauso wenig eine gute Bäckerin. Was ich aber gut kann, ist meinen geliebten Brotbackautomaten mit gesunden Zutaten füllen, die richtigen Knöpfe drücken und ein leckeres Brot herausholen.
Für mich ist der Brotbackautomat nicht mehr wegzudenken. Zum einen bekommt man ein Brot, bei dem man genau weiß, was Gutes drin ist und zum anderen ist er bequem und praktisch. Meist programmiere ich ihn so, dass morgens zum Aufstehen das Brot fertig ist und ich mit einem Duft nach frischem Brot geweckt – herrlich!
Hier mein Lieblingsrezept, das man aber frei abwandlen kann:

Wie neue Rezepte entstehen…

Das erste echte Allergiker-Rezept entstand, als ich eines Mittags nach dem Essen frustriert am Tisch saß.

In meiner ersten Allergiker-Zeit hatte ich das öfter – Frust. Es war total schwierig für mich, alle liebgewonnenen Gewohnheiten von jetzt auf gleich beim Kochen aufzugeben. Viele Gerichte funktionierten nicht mehr,  Zutaten fehlten und Convenience-Produkte, die ich hätte essen können, waren nicht vorhanden.

Und so viel Zeit, dass ich täglich alles von Grund auf frisch kochen kann, habe ich dann auch nicht. Irgendwie sollte es alles schnell sein und einfach. So habe ich mir als erstes überlegt, wie ich zum Beispiel frisches Gemüse und Kräuter als “Geschmacksverstärker” einsetzen kann. Und das, ohne das es meine Allergie belastet und gut schmeckt.

So habe ich Kräuter und Gemüse getrocknet und mir daraus eine Mischung zusammengestellt. Aber der Versuch ging geschmacklich für mich voll daneben. Das habe ich genau einmal und nie wieder ausprobiert. Der ganze Aufwand hat sich so überhaupt nicht gelohnt. Echt grausig.

Im Supermarkt am Pestoregal kam mir dann die Idee, ein Gemüsepesto selbst zu machen. Ein Pesto mit Zutaten die ich vertrage. Ein Pesto in dem Gemüse und Kräuter in Olivenöl haltbar gemacht sind. So kann ich beim Kochen schnell darauf zurückgreifen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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