Archiv für die Kategorie „mehlspeisen“

RAVIOLI MIT RADICCHIO TREVISANO – VEGAN

Ravioli mit Radicchio
Jetzt endlich ist es mir gelungen!! Yipiiie! Endlich ein Nudelteig der sich nicht nur großartig ausrollen lässt, dazu sehr dünn, sondern auch noch richtig gut schmeckt. Das war bisher immer das Manko an der Sache. Entweder war der Teig zu mehlig im Geschmack oder zu klebrig oder gar gummiartig. Oder er wollte einfach durch die dünnen Einstellungen der Nudelmaschine nicht mehr gedreht werden und bröselte sich so auf. hmhm… aber dennoch ich habe ihn kleingekriegt! So gelingt der vegane Vollkorn-Nudelteig: Diesen Beitrag weiterlesen »

Fingerfood zum Bier

Häppchen zum Bier oder gefüllter Blätterteig

 

Ein paar Kleinigkeiten zum Bier brauchte es bei uns dieser Tage. Leider haben wir beide im Moment viel zu tun, bei den ganzen Weihnachtsvorbereitungen. Das ist in dieser Zeit auch wenn es gar nicht will dann doch meist etwas hektisch. Daher musste was schnelles her, dass wir am Abend ein paar Freunde auf ein Bier treffen können bzw. wir dazu eben die Knabbereien mitbringen. Einige unserer Freunde sind Fleischesser, manche Vegetarier und wieder andere Veganer. Ich wollte für jeden was dabei haben ;D

 

Auf die Schnelle habe es mir sehr einfach gemacht und fertigen Blätterteig gekauft. Zum Glück gibt es den in den Versionen nur mit Dinkelmehl oder glutenfrei oder vegan oder gefroren, normal oder oder oder….

Jeder kann den passenden Teig verwenden.

 

Dazu gab es heute sechs verschiedene Füllungen oder Toppings.

 

  1. Tomaten mit Zwiebeln und Oliven
  2. Zucchini-Pesto
  3. Kapern und getrocknete Tomaten
  4. Auberginen mit Walnuss Pesto
  5. Einfach Tomaten mit Oregano
  6. Würstchen im halben Schlafrock
  7. Croissants mit Chili con Carne gefüllt.

 

Für die kleinen Täschchen eine halbe Zwiebel in sehr feine Streifen schneiden und in einem Topf in Olivenöl gut anschwitzen, dass sie schon ein wenig Farbe nehmen und gut durch sind. Die einige frische Tomaten in feine Würfel schneiden und mit in den Topf geben. Mit Salz, 2 Blättern Basilikum und etwas Chili abschmecken. Gut durchschmoren. Dann einige Taggiasche Oliven, samt ein bisschen von dessen vorzüglichem Öl, oder andere schwarze Oliven dazu geben. Auf den Blätterteig mit einem Teelöffel verteilen und im Ofen bei 200°C backen bis die Taschen durch sind und etwas braun werden.

Tomaten Zwiebeln Kapern

Tomaten auf Blätterteig

Tomatenpäckchen

Das Pesto für die Zucchini ist es ganz klassisches. Mit Basilikum, Pinienkernen und Salz und einen Hauch von Knoblauch sowie etwas Olivenöl. Ich habe hier um es vegan zu machen auf den Käse verzichtet.

Die Zutaten für das Pesto zusammenrühren und die Zucchini längs viertel. Man könnte auch eine ganze dünne Zucchini nehmen. Sie wird jedoch im Ofen nur sehr schwer gar werden. So habe ich es mit einer geviertelten gemacht. Das Verhältnis passte mir viel besser.

Den Blätterteig mit dem Pesto einstreichen und die Zucchini hinein und aufrollen. In ein Zentimeter Scheiben schneiden. Auf Backpapier legen und im vorgeheizten Ofen backen.

 

Die getrockneten Tomaten hatte ich in einem Glas in Öl eingelegt und die Kapern waren gesalzen. Diese habe ich etwas mit Wasser gespült, dass sie nicht ganz so salzig waren. Die Tomaten klein schneiden und zusammen mit den Kapern hacken. Dazu habe ich noch 3-4 Blätter von glatter Petersilie gehackt. Alles vermischt und auf den Blätterteig gestrichen. Alles aufgerollt, wieder in Scheiben geschnitten und gebacken.

Tomatenpesto

Kapern und getrocknete Tomaten

Die Auberginen habe ich fertig gegrillt eingefroren gekauft. Ich bin der Meinung, so sind sie viel fettarmer als wenn ich sie in der Pfanne selber grille. Sie saugen bei mir immer so viel Öl auf, dass sie mir am Ende zu fett sind und sie mir nicht mehr schmecken. Für diese Röllchen habe ich sie aufgetaut und in einem Spritzer Öl in der Pfanne gebraten. Separat frische Walnüsse mit etwas Öl , Salz und Petersilie im Mörser zerstoßen und auf den Teig verteilt. Darüber die Auberginenscheiben und wieder, aufrollen, in Scheiben schneiden und backen.

Walnuss

Grillauberginen

Auberginen aufgerollt in Blätterteig

gebackene Auberginenröllchen

Das ist das total Simpel-Rezept. Tomaten aus der Dose pürieren, etwas Oregano, Salz und Olivenöl (max 1 TL) dazu und rauf auf den Teig. Zum Schluß habe ich noch etwas Meersalzflocken darüber verteilt in Stücke geschnitten und gebacken.

 

Tomatenpizzette

Für die Würstchen umhüllt mit Blätterteig habe ich die normale Fleischversion genommen. Aber genauso gut könnte man Tofu-Würstchen verwenden, wenn man mag.

Würstchen im Schlafrock

Das Chili con Carne hatte ich gemacht, als Freunde umgezogen sind. Das hat als Stärkung für alle Helfer gedient. Ein kleiner Rest war übrig geblieben und so habe ich es in den Hörnchen versteckt.

Hörnchen mit Chili con Carne

Erdäpfelplattelen oder platte Gnocchi frittiert?

 

Leckere Kartoffelplatten

 

Mit echt regionalen Rezepten ist es so eine Sache. Als Zugereiste wird meist die Fähigkeit abgesprochen es überhaupt zubereiten zu können. Geschweige dass es auch noch authentisch schmecken könnte. Mich schreckt das eigentlich nicht, sondern fordert mich heraus. Zum Glück meistens mit dem Ergebnis, dass sogar die Eingeborenen damit leben und vor allem genießen können.

 

In Südtirol gibt es sie eigentlich eher zu Hause oder in Buschenschänken. Oft habe ich sie unterwegs noch nicht gefunden. Aber heute bei uns!

Es war eine reine Restverwertung und sie sind wohl auch entstanden. Es braucht nur einige Zutaten, die meist in den Haushalten verfügbar waren.

 

Ich habe das Rezept ein bisschen für mich umgestellt und Butter, die eigentlich hineingehört weggelassen, sowie Pfeffer und dafür Chiliöl genommen.

 

Eigentlich wollte ich auch auf die Eier verzichten. Aber bisher habe ich mit Gemüsebratlingen, Linsenpuffern oder ähnlichem noch nicht die richtige Bindung gefunden. Also ohne Ei, ohne Mehl, ohne Soja, ohne Milchprodukte. Obwohl ich schon mittelprächtige Ergebnisse mit Kichererbsenmehl, Reismehl oder Flohsamenschalen hinbekommen habe, dennoch fehlt mir noch die Quadratur des Kreises…. Entweder waren die Dinger zu trocken, zerfielen oder nur im warmen Zustand genießbar. Falls jemand die angesprochene Quadratur gefunden hat, bitte mir auch verraten.

 

So werden die Erdäpfelplattelen gemacht:

 

Für 2 Personen 600 g mehlige Kartoffeln kochen und noch heiß pellen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und mit 200 g Dinkelmehl, 2-3 gute TL Salz, einen Schluck  Chiliöl und 2 Eier (wenn es dann nicht mehr ganz so heiß ist) zu einem glatten Teig vermischen.

Auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit sehr mehligen Händen, sonst klebt der Teig ziemlich, ein Stück des Teiges 3 mm dick ausrollen und rund ausstechen.

Teig zum AusstechenRohe Teiglinge

 

Diese kleinen Plattelen in heißem Öl in der Pfanne von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

In der Pfanne schwitzen die Plattelen

Dazu gibt es gekochtes Sauerkraut mit Wachholder und etwas Kümmel, sowie Salz. Und wer es mag, das Sauerkraut mit Mehl oder Stärke etwas andicken. Das ist klassisch in Südtirol, wo es meist sehr sämiges Kraut gibt. :)

 

Wegen der Eier heute also vegetarisch. Probieren könnte man die Platten sicher auch mit Kartoffeln und glutenfreiem Mehl.

Jedenfalls sind sie laktosefrei!

 

 

 

Fastenzeit meets Asian Food oder Frühlingsrollen

Damit bin ich natürlich über eine Woche zu spät. Der Aschermittwoch hat mich allerdings nachhaltig aufs Bett geschmissen…- das mir als Norddeutsche ohne Karnevalsgen.

Es gab viel Süppchen und Schonkost, so dass es den Schnupfenbakterien von Tag zu Tag weniger bei mir gefiel und endlich wieder verschwunden sind. Der Schnupfen selber hat mir nicht gefallen. Die Schonkost schon. Und so mache ich dann weiter mit dem Teilfasten.

Der Plan ist morgens wenig belastendes Obst zu essen, mittags etwas Gemüse und evtl. ein paar Kartoffeln und abends nur mehr Gemüsesüppchen. Das sollte entlasten und vielleicht endlich den Winterspeck bezwingen. So jedenfalls meine Hoffnung. ;D

Das Vorhaben ist für einen Kochblog eher langweilig. Verständlich. Daher bis mindestens Ostern gibt es hier Archivküche und alles was ich so für Gäste oder andere zubereitete.

Nicht immer Allergie gerecht… aber nicht alle hier sind mit so vielen Unverträglichkeiten gebeutelt wie ich…

Heute starte ich asiatisch. Die Sachen haben wir vor ein paar Wochen gemacht. Spontan beim Aperitif entstanden. Allen knurrte der Magen und keiner hatte Lust allein zu kochen.

So hatten wir am Abend:

Frühlingsrollen

Sushi

Huhn aus dem Wok

Tiramisu

Rollen

(Die Bilder sind nicht von mir – ich weiß aber nicht mehr genau, wer welche Bilder an dem Abend gemacht hat….man möge mir verzeihen. )

Die Frühlingsrollen waren mein Part. Ich liebe diese Dinger. In mir geisterte wochenlang schon der Gedanke und das Bild von knusprigen Rollen, die zerblättern wenn man sie mit der Gabel zerteilen will.

Fertig oder in Restaurants bekommt man die irgendwie nicht mehr. Die sind in der Gastro scheinbar ausgestorben. Nur mehr diese kleinen vegetarischen Verwandten mit viel zu viel Teig im Verhältnis sind noch zu bekommen.

Also selber machen ist die Divise und es eigentlich ganz schnell und ist sehr unkompliziert, wenn man auf Fertigteigplatten zurück greift.

Wir haben zwei Varianten gemacht. Einmal mit Frühlingsrollenteig, der jedoch Weizen enthält und einmal mit Reispapier, da auch sehr gut schmeckt und glutenfrei ist.

Als Tribut an die Kindheitserinnerung wollte ich auch die mit Weizen probieren. Die anderen Esser haben kein Allergieproblem und so waren die in Null-Komma-Nix weg. (50 Stück haben wir gewickelt….) Und die schmecken dem Kind in mir unter uns gesagt fast besser als die mit Reisteig. Verfluchte Unverträglichkeit….. ;D

Für die Füllung habe ich Weißkohl in sehr feine Streifen geschnitten. 1-2 Möhren auch. In einer Pfanne oder besser im Wok etwas Öl (wenn du Sesam verträgst Sesamöl nehmen, wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, kannst du auch ein bisschen Sonnenblumenöl dazu mischen oder ein anderes hocherhitzbares Öl nehmen) erhitzen, 1-2- Knoblauchzehen leicht anschwitzen, 1 Chilischote ebenso und wieder aus dem Öl nehmen.

Kohl und Wurzeln anrösten. Wer mag kann auch Mungo- oder Sojasprossen dazugeben. Mir schmeckt es nicht so gut… Mit glutenfreier Sojasauce abschmecken. (Ich habe eigentlich eine Unverträglichkeit gegen Soja. Aber hier mache ich jetzt 1-2 Mal im Jahr eine Ausnahme. Es hat bei mir mit der Sauce, wenn sie glutenfrei ist, nicht so große Folgen. Eine echte Alternative zur Sojasauce habe ich nicht gefunden bisher. Wenn du eine hast, sag mir bitte Bescheid….)

Wenn der Kohl angebraten und noch bissfest ist aus dem WOK rausnehmen. Dann wieder etwas Öl erhitzen und Rindhackfleisch krümelig anbraten. Mit Sojasauce und ggfs. etwas Chili abschmecken. Wenn auch das fertig ist, alles zusammen mischen.

Rollenende Rollen

Die fertigen Teigplatten auslegen, in die Mitte je nach Größe dieser 1-2 EL Kohl-Fleisch-Mischung geben und zusammen rollen. Am Anfang habe ich immer nur eine Platte verwendet. Die Rollen sind leider beim Frittieren sehr leicht auseinander gerissen. Später als wir die Füllung zweimal umhüllt haben, war es viel besser und schmeckte mir auch noch besser.

Frühlingsrollen

Du ahnst es schon….jetzt nur noch die eingerollten Rollen in heißem Öl frittieren bis sie ganz knusprig sind.

Reinbeißen, genießen, an die Kindheit denken und glücklich sein. Manchmal braucht es wenig… :D

Heidelbeer Pie

Bickbeeren heißen die bei uns im Norden. Und sie dümpelten schon länger im Tiefkühler rum. Am allerallerliebsten mag ich sie in Verbindung mit Cheesecake nach englischer Art. Der im Normalfall für mich so was von verboten ist. Dabei mag ich ihn so. Genauso wie New York Cheesecake – herrlich. Das hat mich mal wegen meiner Allergie auf Kuhmilch zu Schafsfrischkäse greifen lassen. Vor Jahren, kurz nach der Diagnose und als ich noch sehr unerfahren in Bezug auf die „neue“ Art zu kochen war. Die Gäste damals, die in den Genuss kamen, waren sehr höflich auf die Nachfrage, ob es denn schmeckt. Als Fazit kann man eher sagen, dass Schaffrischkäse sich für herzhafte Dinge besser eignet. Nee geht gar nicht! Da kann man sicher besser als Soja vertragender Mensch, zu denen ich nicht gehöre, zu Sojamilchprodukten tendieren.

 

Wenn wir aber gedanklich schon mal in England sind, liegt ein Pie doch sehr nah. Und die mag ich auch liebend gern. Dafür habe ich einen Mürbeteig gemacht. Mit 500 g Dinkelmehl, 250 g Butter, 100 g Puderzucker. Die Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen bzw. zwischen den Fingern verreiben. Dann in der Schüssel eine Mulde machen und 2 Eier hineingeben und eigentlich einen Schuss Milch. Den habe ich durch Hirsemilch ersetzt. Es geht aber auch jede andere Getreidemilch oder Sahne. Die Eier kann man eigentlich weglassen. Allerdings lässt sich Mürbeteig durch die Zugabe von Eiern besser ausrollen. Seit kurzem habe ich keine Probleme mehr mit Hühnereiern und so haben wir seitdem immer viele Bioeier im Kühlschrank. :) Habe ein paar Jahre nachzuholen….

 

Nicht zu viel kneten und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

 

Später ca. die Hälfte des Teigs ausrollen und eine mittelhohe feuerfeste Schüssel damit auskleiden.  Mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden piksen und im Ofen bei 180°C ungefähr 20 Minuten blindbacken.

Die Früchte (wie viel es waren – weiß ich nicht mehr so) habe ich auftauen lasen und mit ein paar Löffeln Rohrohrzucker gesüßt und Maisstärkemehl drunter gerührt. Eine Prise Salz noch dazu und sonst nix. Die Früchte auf den Boden verteilen und die andere Hälfte vom Teig ausrollen. Diese Platte als Deckel auf die Früchte bzw. Form gelegt und mit der Gabel auch hier ein paar Löcher einstechen, dass der Dampf entweichen kann. Im Ofen bei 180°C ca. 40 Minuten backen lassen.

Dazu gab es meine Interpretation von Custard, die ich total vergessen habe zu fotografieren. Für die Sauce halbe halbe Hirsemilch und Sahne mit einer ausgekratzten Vanillestange aufkochen und mit Maisstärkemehl binden. Die Hirsemilch ist so süß, dass ich keinen weiteren Zucker oder ähnliches mehr brauchte. Als Maßstab sollte man mich in der Frage nicht nehmen…. esse so gar keinen Zucker und so bin ich echt der Süße entwöhnt. Also für die „Leckermäulchen“ gern viel mehr Zucker nehmen. Wer die Vanillesauce gern etwas gelber hätte, kann sie gut mit ein paar Krümeln Kurkuma färben.

 

Lecker lecker… vorher gab es übrigens Beef mit Guinness in Puff-Pastry für einen allergiearmen englischen Abend.

Der Pie ist je nach Mürbeteig frei von Weizen oder glutenfrei. laktosefrei, eifrei wenn man mag und frei von Soja sowieso. Und sogar vegan.

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kreative und genussvolle Küche trotz Lebensmittelintoleranzen.

Inhalt: 224 Seiten, ca. 250 Rezepte
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