Archiv für die Kategorie „kuchen und gebäck“

Premiere: Tortendekor mit Silikomart

Nach einer unfreiwilligen Blogpause zurück. Mein Labtop hat den Angriff von einer großen Tasse gefüllt mit Kräutertee nicht gut überstanden um nicht zu sagen, er ist sofort umgekommen durch einen Kurzschluss. Mein Glück war und ist, dass ich ein Datensicherungsfanatiker bin und kaum das Haus ohne externe kleine Festplatte verlasse.

 

Jetzt bleibt mir kaum noch Zeit all die Dinge und Genüsse, die mir verboten sind, zu machen in der Fastenzeit. Wie zum Beispiel Torten zu dekorieren. Das ist so was von im Trend, dass es auch hier bei mir nicht spurlos vorbei geht. Überall sieht man jetzt unglaublich viele Formen und Farben von Kuchen, Torten, Cupcakes, Cakepops usw. Normalerweise bin ich nicht so die Kreative was Verzierungen, Kuchen backen und so was anbelangt. Man könnte mich einen Grobmotoriker mit einer gehörigen Portion Ungeduld nennen. Ich habe es mit dem Gefissel nicht so.

 

Dennoch… ich wollte mich der Aufgabe stellen. Und so haben sich gleich zwei Dinge wunderbar gefügt. Zum einen bekam ich die Anfrage von der Firma Silikomart, ob ich nicht ein paar Produkte von Ihnen testen wollte und zum anderen ein runder Geburtstag, wo es Torten brauchte.

Silikomat Produkte

Die Firma Silikomart hat mir freundlicherweise eine Kuchenform geschickt, die ich super finde. Ich mag diese kleinen Törtchen für Kuchen und Gebäck. Es sieht so viel schöner aus als im Großformat. Und man kann viele verschiedene Kuchen machen. Zum Beispiel mit einem Rühr-Grundteig, wo unterschiedlichste Zutaten verbacken werden können. So kann jeder eine kleine Torte essen und man viel mehr ausprobieren und dekorieren und überhaupt…

 

Für die Form finde ich bietet sich ein klassischer Rührteig an. Ich mache meist den gleichen, den ich nur mit einigen Zutaten variiere. Das Rezept habe ich von der Großmutter eines Schulfreundes bekommen. Und das ist jetzt sicher schon 30 Jahre her. Sie nannte ihn Pfundkuchen, den ich bis dahin noch nicht kannte. Später habe ich den Ausdruck öfter gehört. Vielleicht ist die Mischung so was wie eine regionale Hamburger Größe? Oder kennt ihn jemand aus anderen Gegenden?

 

Rezept

500 g Dinkelmehl

500 g Butter oder Margarine

250 g Zucker (im Originalrezept wird hier natürlich auch 1 Pfund genommen)

4 Eier

1 Päckchen Weinsteinpulver

 

Alles verrühren!

 

Damit ist der Grundteig fertig und kann im Ofen bei ca. 180 °C gebacken werden.

Besonders gut schmeckt er, wenn er noch ein bisschen klitschig in der Mitte am Ende der Backzeit ist.

 

Varianten:

Einen guten Schuss Orangenlikör

Zitronenzesten und Zitronensaft

Schokostückchen

Rum-Rosinen

Kakao und somit als Marmorkuchen

gehackte Mandeln oder Nüsse (250g in dem Fall)

 

Der Teig ist auch prima als Obstunterlage zum Beispiel mit Apfelspalten oder Sauerkirschen.

 

Für die Kuchenformen von Silikomat habe ich mich für Nußkuchen entschieden.

Bis hierher ist alles easy.

Kuchenform

Die Förmchen habe ich mit etwas Butter ausgeschmiert und mit Mehl abgepudert. Ich glaube bei Silikonbackformen braucht man das nicht, aber ich wollte auch Nummer sicher gehen, dass die kleinen Kuchen auch wieder aus der Form kommen. An dem Tag war der runde Geburtstag und ich hatte keine Zeit für Plan B. :D

 

Der schwierigere Teil kam nach dem Backen. Die Törtchen lösten sich nach kurzem Abkühlen perfekt aus der Form und ich habe sie unten etwas gerade geschnitten.

Kuchen frisch aus der Form

Von Silikomat habe ich noch rosafarbene Zuckerpaste geschickt bekommen und die Rolle mit den vertieften Herzen.

Herzrolle

Die Paste war für mich schon der Wahnsinn. Ich habe sie unter uns gesagt nicht probiert. Aufgrund meiner Allergien habe ich mich nicht getraut. Und Vergleichsmöglichkeiten habe ich keine. Muss aber sagen, dass die Verarbeitung der Masse sehr gut ging. Wer auf Zuckerpasten und Kuchenüberzüge aus Zucker steht, kann diese sicher sehr gut nutzen. Sie ließ sich prima ausrollen und auf den Kuchen platzieren.

Herzen in Zuckerpaste

In dem beiliegendem Anleitungsheft war beschrieben, wie man weiter dekorieren kann. Leider fehlte für mich die Anleitung wie die ausgerollte Zuckerdecke über den Kuchen überhaupt sollte. Da erkennt man den Anfänger, ich weiß! Ich habe am Anfang ein paar Versuche hingelegt, die nicht Veröffentlichungswürdig sind. Aber mein Südtiroler konnte es besser. Ich war dann am Ende der Assi und habe mich nur mehr um die Perlendeko und den Zuckerguss gekümmert. Den mussten wir dann aus Zeitmangel einsetzen. Wir waren schon eine Stunde überfällig und konnten an dem Tag nicht weiter experimentieren.

viele bunte torten

Alles in allem hat mir die Kuchenform sehr gut gefallen. Wie ich diese kleinen Miniaturförmchen sowieso sehr schön finde. Und von denen hat Silikomat eine sehr große Auswahl.  Die Zuckerpaste ließ sich sehr gut verarbeiten und die Rolle mit den Herzen ist eine nette Idee.

noch mehr Torten

Zum Schluss bleibt nur mehr zu sagen, dass die kleinen Törtchen so hätten aussehen können….

silikomat

Heidelbeer Pie

Bickbeeren heißen die bei uns im Norden. Und sie dümpelten schon länger im Tiefkühler rum. Am allerallerliebsten mag ich sie in Verbindung mit Cheesecake nach englischer Art. Der im Normalfall für mich so was von verboten ist. Dabei mag ich ihn so. Genauso wie New York Cheesecake – herrlich. Das hat mich mal wegen meiner Allergie auf Kuhmilch zu Schafsfrischkäse greifen lassen. Vor Jahren, kurz nach der Diagnose und als ich noch sehr unerfahren in Bezug auf die „neue“ Art zu kochen war. Die Gäste damals, die in den Genuss kamen, waren sehr höflich auf die Nachfrage, ob es denn schmeckt. Als Fazit kann man eher sagen, dass Schaffrischkäse sich für herzhafte Dinge besser eignet. Nee geht gar nicht! Da kann man sicher besser als Soja vertragender Mensch, zu denen ich nicht gehöre, zu Sojamilchprodukten tendieren.

 

Wenn wir aber gedanklich schon mal in England sind, liegt ein Pie doch sehr nah. Und die mag ich auch liebend gern. Dafür habe ich einen Mürbeteig gemacht. Mit 500 g Dinkelmehl, 250 g Butter, 100 g Puderzucker. Die Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen bzw. zwischen den Fingern verreiben. Dann in der Schüssel eine Mulde machen und 2 Eier hineingeben und eigentlich einen Schuss Milch. Den habe ich durch Hirsemilch ersetzt. Es geht aber auch jede andere Getreidemilch oder Sahne. Die Eier kann man eigentlich weglassen. Allerdings lässt sich Mürbeteig durch die Zugabe von Eiern besser ausrollen. Seit kurzem habe ich keine Probleme mehr mit Hühnereiern und so haben wir seitdem immer viele Bioeier im Kühlschrank. :) Habe ein paar Jahre nachzuholen….

 

Nicht zu viel kneten und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

 

Später ca. die Hälfte des Teigs ausrollen und eine mittelhohe feuerfeste Schüssel damit auskleiden.  Mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden piksen und im Ofen bei 180°C ungefähr 20 Minuten blindbacken.

Die Früchte (wie viel es waren – weiß ich nicht mehr so) habe ich auftauen lasen und mit ein paar Löffeln Rohrohrzucker gesüßt und Maisstärkemehl drunter gerührt. Eine Prise Salz noch dazu und sonst nix. Die Früchte auf den Boden verteilen und die andere Hälfte vom Teig ausrollen. Diese Platte als Deckel auf die Früchte bzw. Form gelegt und mit der Gabel auch hier ein paar Löcher einstechen, dass der Dampf entweichen kann. Im Ofen bei 180°C ca. 40 Minuten backen lassen.

Dazu gab es meine Interpretation von Custard, die ich total vergessen habe zu fotografieren. Für die Sauce halbe halbe Hirsemilch und Sahne mit einer ausgekratzten Vanillestange aufkochen und mit Maisstärkemehl binden. Die Hirsemilch ist so süß, dass ich keinen weiteren Zucker oder ähnliches mehr brauchte. Als Maßstab sollte man mich in der Frage nicht nehmen…. esse so gar keinen Zucker und so bin ich echt der Süße entwöhnt. Also für die „Leckermäulchen“ gern viel mehr Zucker nehmen. Wer die Vanillesauce gern etwas gelber hätte, kann sie gut mit ein paar Krümeln Kurkuma färben.

 

Lecker lecker… vorher gab es übrigens Beef mit Guinness in Puff-Pastry für einen allergiearmen englischen Abend.

Der Pie ist je nach Mürbeteig frei von Weizen oder glutenfrei. laktosefrei, eifrei wenn man mag und frei von Soja sowieso. Und sogar vegan.

Austern mit Bier dazu Schokokuchen

Die Welt strotzte dieser Tage vor guten Vorsätzen: nicht mehr rauchen, weniger trinken, besser essen, mehr Bewegung – um nur die Favoriten unter den Vorsätzen zu erwähnen.

Wer hat ca. 2 Wochen nach der Jahreswende seine guten Vorsätze schon ad acta gelegt? Sei ehrlich, kriegst n’ Jahr weniger, pflege mein Opa in solchen Situationen zu sagen.

Ich habe mir für dieses neue Jahr davon nichts vorgenommen. Diese Vorsätze habe ich sowieso mehrfach im Jahr. Aber in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester  werde ich dennoch meist etwas melancholisch und nehme die Gelegenheit wahr mein Leben Revue passieren zu lassen.

Zum Kochen komme ich dann meist gar nicht. Bei uns sind die Weihnachtstage auch nicht stressig wie bei vielen, sondern meist sehr entspannt und mit wenig Kochsessions. Eher mit viel Essen und Gelage, weil jeder was kocht.

Austern und Guinness

Bei uns ist Heiligabend früh zum Aperitif mit Austern und Guinness gestartet. Insgesamt 10 Kilo Austern wurden geöffnet und mit gefühlt 50-100  Personen haben wir sie geschlürft und ordentlich Bier oder Sekt dazu getrunken. (Ich nur 2 -3 Stück von den Tierchen…. ich vertrage sie nicht so gut. Aber so einmal im Jahr….). Die Idee zu dem Umtrunk ist einige Tage vorher entstanden, als wir ein Kilo Austern auf dem Samstag-Markt gekauft und mit ein paar Freunden vorm Irish Pub geöffnet und gegessen haben. (Ok da hatte ich auch schon eine :)) Es war für einfach für alle zuwenig und so hat mein Südtiroler gleich beim Fischhändler angerufen und wollte nochmal 5 Kilo bestellen. Der Wirt vom Irish Pub meinte aber: make 10!

In Irland gibt es im September zum Erntestart viele Festivals mit Oyster and Guinness. In Irland geniesst man die Austern mit Schwarzbrot und viel Bier. Das war eine neue Erfahrung aber so haben wir die eigen kreierte Oysters-and-Guinness-Party  am Heiligabend für ein paar Stunden nach Bozen geholt.

Später gibt es bei uns ganz norddeutsch: Kartoffelsalat und Würstchen.

Für mich gibt es reine Rindswürstchen mit Mayosalat und meinen Südtiroler normale Wiener, hier auch Meraner genannt, und Salat mit Essig, Öl und Kapern.

Kartoffelsalat

Am 25. Dezember ist das große Familientreffen bei dem dieses Mal 25 Personen waren. Und meine Aufgabe war nur das Gemüse und den Kuchen zu machen.

Herrlich wenig zu tun… Das Gemüse musste zu Lamm und Kalbsbraten passen. Lamm und Kalb harmoniert für mich immer mit Minze. So habe ich grünes Gemüse gedämpft. Also Rosenkohl, Brokkoli, Erbsen, grüne Bohnen und Zucchini. Jede Sorte für sich und so dass es noch al dente war. Dann in einer mächtig großen Schüssel habe ich extra gutes Olivenöl mit Zitronensaft und Zitronenschalenzesten, grobes Meersalz und gehackter Minze angerührt und mit dem Gemüse vermischt. Beim Essen war das Gemüse schon prima mariniert und dennoch lauwarm und schmeckte super mit der frischen Zitronen-Minze-Note.

Später hatte dann nur mehr der Schokokuchen seinen Auftritt, den ich nach einem Rezept von Jamie Oliver gemacht habe. Der Kuchen ist so gut, weil er erstens mega schokoladig ist und dann auf jeden Fall vorher gemacht werden muss. Spätestens am Tag vorher. ;)

Für den Kuchen einen Boden auf Mürbeteig machen. Ich habe einen mit Dinkelmehl gemacht. Aber sehr gut wird der Kuchen auch mit einem glutenfreien Boden.

Schokoladenkuchen

Für die Füllung:

300 ml Sahne oder gehaltvollere Getreidemilch

2 gestrichene EL Zucker (ich habe Rohrohrzucker genommen dann könnte man auch gut 3 EL nehmen.)

1 winzige Prise Salz

120 g weiche Butter (ich kann mir vorstellen auch eine gute Margarine zu verwenden. Ausprobiert habe ich es noch nicht.)

450 g Schokolade (dafür habe ich 85% Kakaoanteil genommen. Ich denke 75%

ist besser. Ich wollte nur sicher sein, dass wirklich kaum Milch enthalten

ist. Oder eben lieber ein bisschen mehr Zucker nehmen. Mein Kuchen war dann doch ein bisschen herb.

100 ml Milch (da habe ich einfach Sahne und Wasser 1:1 gemischt. Mit Hirsemilch funktioniert es auch oder natürlich mit laktosefreier.

geschmolzene Schokolade

So wird’s gemacht:

Sahne, Zucker und Salz im Topf aufkochen. Vom Herd nehmen, Butter und in Stücke gebrochene Schokolade zugeben. Rühren, bis die Schokolade sich aufgelöst hat.

Die Mischung etwas abkühlen lassen und die kalte Milch unterrühren, bis eine glatte, glänzende Masse entstanden ist. Manchmal sieht es fast aus als wenn es gerinnt, dann einfach noch ein bisschen mehr Milch unterrühren. Alles auf den Boden verteilen, glattstreichen und abkühlen lassen.

Mit Kakao bestreuen.

Ach, übrigens noch mal zu den guten Vorsätzen…..

Dieses Mal ist mir am meisten aufgestoßen, dass ich sehr wenig Zeit zum Kochen bzw. zum Rumexperimentieren hatte. Kochbücher habe ich massenhaft gekauft. Vor allem mit dem Schwerpunkt der Konservierung. Und ganz viele Rezepte habe ich auf meine spezielle Nachkochliste von anderen Blogs, die ich im RSS-Feed habe, gesetzt. Aber nix getan. Das soll sich ändern. Mal sehen wo ich am besten Zeit umverteilen kann….

Orangenkuchen ohne Mehl

Ja ich bin wieder da! Bin wieder online! Ich hatte es in meinem letzten Post schon angekündigt, dass wahrscheinlich eine schwierige virtuelle Zeit auf mich zu kommt. Mein PC wollte nicht mehr. Er hat sich mit seiner Grafikkarte verabschiedet. Zum Glück ohne Datenverlust und dennoch hat es eine Menge Arbeitspotenzial beinhaltet. :D

Außerdem bin ich jetzt vom PC auf’n Mac umgestiegen. Das braucht so bei mir als mittelalter Mensch schon eine Umgewöhnungsphase. Nach 20 Jahren Windows war ich zum Teil ganz schön am Suchen nach Befehlen etc. Dennoch jetzt ist beinahe alles gut und ich wieder hier.

Auf die Art habe ich leider den Event bei Uwe mit “blau” verpasst. Dabei hatte ich was super passendes gefunden. Mist.

In Thailand gibt es eine Blüte, die zum Tee aufgekocht, wie blaue Tinte ausschaut. Ein Foto in den weiten des Internets habe ich hier gefunden. In Hamburg hatte ich versucht in diversen Asialäden diese Blüten zu bekommen, leider ohne Erfolg. Sie heißen Butterfly Peas oder auch Schmetterlingsbohnen. Die Blüten sehen sehr schön blau aus. In Indien zum Bespiel werden diese zum Färben von Speisen verwendet. Es ist ja eher selten, dass blau beim Verarbeiten auch blau bleibt. Dies nur als kleiner Abstecher, was hätte sein können…. :D

Heute jedenfalls gibt es Kuchen. Einen, den ich bei Claudia von Fool for Food gefunden habe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ohne Mehl gebacken wird. Sprich mit Orangen, Mandeln und Eiern.

 

Das musste ich probieren.

Das Orginal-Rezept (hier) habe ich etwas abgewandelt. Zum einen mögen wir es bei Kuchen nicht ganz so süß – zum anderen habe ich statt Mandeln Erdmandeln genommen. Die gehören nicht zu der Familie der Nüsse und sind somit für Nussallergiker in der Regel verträglich.

 

Hier mein Rezept zu dem doch ungewöhnlichen Kuchen:

2 ungeschälte Bio-Orangen in einem Topf 1,5 Stunden köcheln lassen, bis sie weich sind.

Herausnehmen, halbieren und mit einem Pürierstab pürieren. Mixer funktioniert auch. Dabei vorher schauen, ob evtl. Kerne in den Orangen sind, diese vorher entfernen. Und Nachtrag. Die Orangen in der Schale lassen. So kochen und auch pürieren. Das gibt dem Kuchen eine leichte Bitternote. Lecker.

Dann 6 Stück Eier 150 g Rohrrohrzucker und 200 g Erdmandeln gemahlen sowie eine TL Backpulver verrühren.

Die Orangenmasse, die vorher abgekühlt sein sollte, darunter heben. Eine Springform mit dem Durchmesser von 24 cm mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hineinlaufen lassen.

Im vorgeheiztem Ofen bei 170°C ca. 1 Stunde backen lassen. Mit einem Holzspieß eine Garprobe machen.

Den Kuchen vor dem Stürzen etwas abkühlen lassen, so bekommt man ihn viel besser aus der Form.

Zum Schluß etwas Puderzucker darüber streuen.

Ich habe den Kuchen einmal mit selbst gemahlenen Mandeln und einmal mit Erdmandeln gemacht. Der Kuchen mit dem Mandeln war etwas lockerer und ging mehr auf. Dennoch schmeckt er mit den Erdmandel auch super und ist eine echte Alternative für Kuchen, der glutenfrei, laktosefrei und frei von Nüssen sein soll.

 

 

Süße Klöbenknödel mit Limoncello-Zabaione

 

Kulinarischer Adventskalender 2011

Wie es dazu gekommen ist, ist eine längere Geschichte zu der ich ein wenig ausholen muss. Ich freue mich mit diesem Beitrag ein Teil des diesjährigen kulinarischen Adventskalenders von Zorra zu sein. An dieser Stelle vielen Dank. Es sind in jedem Jahr so zahlreiche schöne und inspirierende Rezepte und Geschichten im Kalender zu finden und es gibt bei Zorra viele tolle Sachen, die man gewinnen kann. Das sollte sich keiner entgehen lassen. :D

Hier der direkte Weg zum Kalender(klick)

Hamburger Klöben, in Bremen heißt er Klaben, gerät mit den Jahren fast in Vergessenheit. Es ist als setzt sich der Dresdner Stollen mehr und mehr durch. Früher wurde bei uns in der Familie zur Weihnachtszeit immer Klöben selbstgebacken und Dresdner Christstollen haben wir direkt aus Dresden (damals – noch vor 20 Jahren) geschickt bekommen.

 

Nach langer Zeit habe ich einen Original Stollen aus Dresden von einem „Einheimischen“ geschenkt bekommen und schwelgte in den Weihnachts-Klöben-Stollen-Erinnerungen und habe nach den Original-Familien-Rezepten gefahndet. Nach diversen Umzügen konnten wir nur mehr Fragmente von Rezepten finden. Meine Oma hatte die Angewohnheit sich meist nur die Zutaten aufzuschreiben und die Mengen nicht weiter beachtenswert zu finden.

 

Wie soll ich das festlegen, der Teig muss sich so anfühlen oder so weich sein oder so fließen, irgendwas in der Art war die Antwort auf Nachfrage ob man es nicht mal definieren könne. Wenn das Rezept dann doch mal aufgeschrieben wurde, konnte man dennoch davon ausgehen, dass es bei ihr doch anders geschmeckt hat. Meine Mutter hat mal jahrelang probiert ein bestimmtes süßes Hefebrot nach Omas Rezept zu backen. Es war immer anders. Es war gut – aber eben anders. Meine Oma konnte es nicht verstehen, weil sie garantiert das genauso gemacht hat. Wir sind am Ende zu dem Schluss gekommen, das sie vielleicht heimlich rein spuckt und dass das der entscheidende Punkt ist und haben das Hefebrot ad acta gelegt.

 

Der Klöbenbrauch war einfach so eingeschlafen mit den Jahren. Eigentlich bin ich auch nicht so der Rosinen-Sukkade-Orangeate-Fan. Als Kind habe ich zumindest die Rosinen großzügig aus dem Klöben gepult und war froh als Bäcker auf die Idee kamen auch welchen ohne zu machen.

 

Meinem Südtiroler, der Klöben nicht kennt aber steif und fest behauptet das es eh nix anderes ist als Panettone, wollte ich das Gegenteil beweisen. Also habe ich mir das Familienrezept geschnappt und es ausprobiert. Es sind vielleicht beinahe die gleichen Zutaten wie im Panettone aber dennoch ist die Konsistenz anders und er schmeckt auch anders. Klöben ist ein sogenannter Stutenteig, den man im Norden das ganze Jahr bekommt. Mit Streuseln obendrauf und ganz frisch, noch ein bisschen warm: der Wahnsinn. So gut. Diesen Beitrag weiterlesen »

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