Archiv für die Kategorie „kuchen und gebäck“

Orangenkuchen ohne Mehl

Ja ich bin wieder da! Bin wieder online! Ich hatte es in meinem letzten Post schon angekündigt, dass wahrscheinlich eine schwierige virtuelle Zeit auf mich zu kommt. Mein PC wollte nicht mehr. Er hat sich mit seiner Grafikkarte verabschiedet. Zum Glück ohne Datenverlust und dennoch hat es eine Menge Arbeitspotenzial beinhaltet. :D

Außerdem bin ich jetzt vom PC auf’n Mac umgestiegen. Das braucht so bei mir als mittelalter Mensch schon eine Umgewöhnungsphase. Nach 20 Jahren Windows war ich zum Teil ganz schön am Suchen nach Befehlen etc. Dennoch jetzt ist beinahe alles gut und ich wieder hier.

Auf die Art habe ich leider den Event bei Uwe mit “blau” verpasst. Dabei hatte ich was super passendes gefunden. Mist.

In Thailand gibt es eine Blüte, die zum Tee aufgekocht, wie blaue Tinte ausschaut. Ein Foto in den weiten des Internets habe ich hier gefunden. In Hamburg hatte ich versucht in diversen Asialäden diese Blüten zu bekommen, leider ohne Erfolg. Sie heißen Butterfly Peas oder auch Schmetterlingsbohnen. Die Blüten sehen sehr schön blau aus. In Indien zum Bespiel werden diese zum Färben von Speisen verwendet. Es ist ja eher selten, dass blau beim Verarbeiten auch blau bleibt. Dies nur als kleiner Abstecher, was hätte sein können…. :D

Heute jedenfalls gibt es Kuchen. Einen, den ich bei Claudia von Fool for Food gefunden habe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ohne Mehl gebacken wird. Sprich mit Orangen, Mandeln und Eiern.

 

Das musste ich probieren.

Das Orginal-Rezept (hier) habe ich etwas abgewandelt. Zum einen mögen wir es bei Kuchen nicht ganz so süß – zum anderen habe ich statt Mandeln Erdmandeln genommen. Die gehören nicht zu der Familie der Nüsse und sind somit für Nussallergiker in der Regel verträglich.

 

Hier mein Rezept zu dem doch ungewöhnlichen Kuchen:

2 ungeschälte Bio-Orangen in einem Topf 1,5 Stunden köcheln lassen, bis sie weich sind.

Herausnehmen, halbieren und mit einem Pürierstab pürieren. Mixer funktioniert auch. Dabei vorher schauen, ob evtl. Kerne in den Orangen sind, diese vorher entfernen. Und Nachtrag. Die Orangen in der Schale lassen. So kochen und auch pürieren. Das gibt dem Kuchen eine leichte Bitternote. Lecker.

Dann 6 Stück Eier 150 g Rohrrohrzucker und 200 g Erdmandeln gemahlen sowie eine TL Backpulver verrühren.

Die Orangenmasse, die vorher abgekühlt sein sollte, darunter heben. Eine Springform mit dem Durchmesser von 24 cm mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hineinlaufen lassen.

Im vorgeheiztem Ofen bei 170°C ca. 1 Stunde backen lassen. Mit einem Holzspieß eine Garprobe machen.

Den Kuchen vor dem Stürzen etwas abkühlen lassen, so bekommt man ihn viel besser aus der Form.

Zum Schluß etwas Puderzucker darüber streuen.

Ich habe den Kuchen einmal mit selbst gemahlenen Mandeln und einmal mit Erdmandeln gemacht. Der Kuchen mit dem Mandeln war etwas lockerer und ging mehr auf. Dennoch schmeckt er mit den Erdmandel auch super und ist eine echte Alternative für Kuchen, der glutenfrei, laktosefrei und frei von Nüssen sein soll.

 

 


Süße Klöbenknödel mit Limoncello-Zabaione

 

Kulinarischer Adventskalender 2011

Wie es dazu gekommen ist, ist eine längere Geschichte zu der ich ein wenig ausholen muss. Ich freue mich mit diesem Beitrag ein Teil des diesjährigen kulinarischen Adventskalenders von Zorra zu sein. An dieser Stelle vielen Dank. Es sind in jedem Jahr so zahlreiche schöne und inspirierende Rezepte und Geschichten im Kalender zu finden und es gibt bei Zorra viele tolle Sachen, die man gewinnen kann. Das sollte sich keiner entgehen lassen. :D

Hier der direkte Weg zum Kalender(klick)

Hamburger Klöben, in Bremen heißt er Klaben, gerät mit den Jahren fast in Vergessenheit. Es ist als setzt sich der Dresdner Stollen mehr und mehr durch. Früher wurde bei uns in der Familie zur Weihnachtszeit immer Klöben selbstgebacken und Dresdner Christstollen haben wir direkt aus Dresden (damals – noch vor 20 Jahren) geschickt bekommen.

 

Nach langer Zeit habe ich einen Original Stollen aus Dresden von einem „Einheimischen“ geschenkt bekommen und schwelgte in den Weihnachts-Klöben-Stollen-Erinnerungen und habe nach den Original-Familien-Rezepten gefahndet. Nach diversen Umzügen konnten wir nur mehr Fragmente von Rezepten finden. Meine Oma hatte die Angewohnheit sich meist nur die Zutaten aufzuschreiben und die Mengen nicht weiter beachtenswert zu finden.

 

Wie soll ich das festlegen, der Teig muss sich so anfühlen oder so weich sein oder so fließen, irgendwas in der Art war die Antwort auf Nachfrage ob man es nicht mal definieren könne. Wenn das Rezept dann doch mal aufgeschrieben wurde, konnte man dennoch davon ausgehen, dass es bei ihr doch anders geschmeckt hat. Meine Mutter hat mal jahrelang probiert ein bestimmtes süßes Hefebrot nach Omas Rezept zu backen. Es war immer anders. Es war gut – aber eben anders. Meine Oma konnte es nicht verstehen, weil sie garantiert das genauso gemacht hat. Wir sind am Ende zu dem Schluss gekommen, das sie vielleicht heimlich rein spuckt und dass das der entscheidende Punkt ist und haben das Hefebrot ad acta gelegt.

 

Der Klöbenbrauch war einfach so eingeschlafen mit den Jahren. Eigentlich bin ich auch nicht so der Rosinen-Sukkade-Orangeate-Fan. Als Kind habe ich zumindest die Rosinen großzügig aus dem Klöben gepult und war froh als Bäcker auf die Idee kamen auch welchen ohne zu machen.

 

Meinem Südtiroler, der Klöben nicht kennt aber steif und fest behauptet das es eh nix anderes ist als Panettone, wollte ich das Gegenteil beweisen. Also habe ich mir das Familienrezept geschnappt und es ausprobiert. Es sind vielleicht beinahe die gleichen Zutaten wie im Panettone aber dennoch ist die Konsistenz anders und er schmeckt auch anders. Klöben ist ein sogenannter Stutenteig, den man im Norden das ganze Jahr bekommt. Mit Streuseln obendrauf und ganz frisch, noch ein bisschen warm: der Wahnsinn. So gut. Diesen Beitrag weiterlesen »


Kastanientorte mit frischen Johannisbeeren

 

Dieses Jahr ist definitiv kein Kastanienjahr oder Keschtnjohr, wie man eher in Südtirol sagt. Wir hatten es schon bemerkt, als wir die hauseigenen Kestn klauben waren. Nur mehr jede 4. war überhaupt gut. Die anderen faulig und mies. Ich war super enttäuscht darüber. Erst die Arbeit mit dem Aufsammeln, sie aus den pieksigen Umhüllungen rauszuholen, zu kochen, zu schälen und dann das faulige Ergebnis. Es liegen hier immer noch einige Kilos rum so bearbeitet zu werden – allein die Motivation fehlt mir. Zudem ich jetzt gelesen habe, dass es bei der Ernte Ausfälle bis 70 Prozent gibt. Das Wetter war für Maronen alles andere als ideal.

 

Dabei sind Kastanien so lecker und auch für Allergiker ein wahrer Segen. Für die meisten jedenfalls. Maronen sind frei von Gluten, Laktose, Nüssen, überhaupt von fast allen Hauptallergenen (wissen möchte, kann sie hier nachlesen). Dabei so lecker, wenn sie frisch sind. Ich betone frisch deshalb, weil ich mal vor einiger Zeit auf Kastanienmehl gekommen bin und versucht habe damit einen Kuchen zu backen. Es mag Hardcore-Gourmets geben, die darauf stehen. Vielleicht weil der Ursprung dieser Tarte aus der Toskana stammt und Rosmarin und Pinienkerne mit drauf sind. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Zu streng das Mehl im Geschmack und zu trocken, krümelig und und und. Von mir nicht zum Nachmachen empfohlen. Diesen Beitrag weiterlesen »


Orangenkuchen mit dunklem Schnee sprich Kakao

In diesen Tagen bleibt es in unserer Küche eher kalt und ruhig. Die Zeit verfliegt wie im Fluge und die Tage sind einfach viel zu kurz. Selbst am Valentinstag als eigentlich Romanik pur anstehen sollte und ich auch ein schönes Essen geplant habe, wurde es nichts. Nur der Kuchen hat‘s geschafft gebacken und ordentlich fotografiert zu werden.

Mein Liebster kam gegen 22.00 Uhr nach Hause, während ich noch am PC weilte und mein Kochbuch korrigierte. So war das wohlklingende Gericht: Rosa Risotto, Zackenbarsch und Kokosschaum noch im Kühlschrank zerlegt in die einzelnen Rohstoffe. Weit entfernt davon zusammen vereint zu sein. So richtig nett mit Herzchen und allem habe ich es mir vorgestellt. Und bei Alice bzw.  Zorra wollte ich es posten, wo gerade der Event zum Valentinsmenü lief. Alles nichts! (Wobei ich gerade beim Link abschreiben gesehen habe, dass ich sogar noch bis zum 16. dabei sein kann….)

Und so bleibt heute einen Tag danach noch immer wenig Zeit und doch ein schöner leckerer Kuchen mit Orangensauce und Kakao, sprich dunklem Schnee obendrauf.

Und damit ist er, der Kuchen, mein Beitrag auf dem Gärtnerblog, wo in diesem Monat Rezepte mit Orangen gesammelt werden.

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Diesen Beitrag weiterlesen »


Orangen Ingwer Kekse

Den Grundteig der Shortbread-Kekse habe ich noch mal gemacht.

Bei diesem Lauf natürlich keine Hibiskusblüten verwendet, sondern kleine feine Orangenschalen-Stückchen von einer Bioorange und geriebenen frischem Ingwer.

So entstehen leckere Orangen-Ginger-Plätzchen mit Allergieanspruch!

Mal sehen, was es noch so für leckere Kombinationen gibt……


Das Kochbuch zum Blog
Cover Kochbuch anie's delight Über 250 neue Rezepte für eine kreative und genussvolle
Küche trotz Lebensmittel-
intoleranzen.

Inhalt: 224 Seiten, ca. 250 Rezepte
und 220 Rezeptfotos
Format: 190 mm x 245 mm,
Broschur Fadenheftung gebunden
ISBN 978-3-00-034180-9

Mehr Info & Bestellen auf
www.anies-kochbuch.eu
Guck ins Buch
Leser auf Facebook
Letzte Meldungen
  • Informationen laden noch...