Archiv für die Kategorie „gemüse“

Fenchelsalat mit Orangen

Wer Fenchel mag Hände hoch! Ich bin sicher als Kind mit Fencheltee kulinarisch gequält worden. Anders kann ich mir meine Abneigung gegen dieses eigentlich so leckere Gemüse nicht erklären.

 

Dabei liebe ich es in Fischsuppe in jeder Richtung. Oder das Kraut, welches meist auf winzige kleine Zipfelchen gekürzt wurde. Das Kraut in Verbindung mit Lachs. Mega! Oder vor Jahren habe ich mal Fenchel in Streifen geschnitten, paniert und frittiert vorgesetzt bekommen. Vorsichtig habe ich mich dieser Kreation angenähert. Muss aber sagen: schmeckt!

 

So ist es mir auch mit diesem Salat gegangen. Selber auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen. Den habe ich bei Freuden im Zuge eines gemütlichen Abends mit viel Essen als Vorspeise serviert bekommen. Und auch hier wieder dieser Effekt. Gar nicht so fenchelig und gut. Knackige frische Vorspeise, die jetzt durch die Saison von Fenchel und guten Orangen, und die reichhaltige Nachweihnachtszeit der Linie positiv entgegen kommt. :)

 

Und hier wäre nicht der nicht der richtige Ort sollte ich nicht über die Vorzüge von allergiearmen Gerichten plaudern. Der Salat ist einfach perfekt für die meisten. Glutenfrei, laktosefrei, vegan und sowieso frei von den Allergenen 14.

Den Fenchel habe ich außen mit den Sparschäler dünn abgeschält und damit die etwas zähen Fäden abgeschält, so dass die Streifen zarter werden. Dann die Knolle längst halbiert, das Herz (klingt fies, oder) herausgeschnitten und dann in feine Querstreifen geschnitten. Orangen filetiert und den Saft, der dabei aus der Frucht läuft aufgefangen. Diesen mit Olivenöl, Salz und eine winzige Prise Chili vermischt. Fenchel und Orangenfilets auf Tellern anrichten, das Fenchelkraut, so fern welches dran ist, hacken, drüberstreuen und das Dressing drüber gießen. Lass es Dir schmecken!

 

 


Gefüllte Zucchiniblüten mit Kräutern und Kartoffeln

Na bravo! Da wollte ich Zucchiniblüten mit Schafsquark füllen, den mein Südtiroler extra noch besorgen musste, und dann vergesse ich das. Der Gedanke war einfach weg. Ich hoffe es liegt an der Wärme und nicht am Alter. :)

Die Verbindung von Zucchiniblüten mit Quark oder Ricotta kann ich mir immer noch sehr gut vorstellen. So bliebt jetzt aber nur das nächste Mal. Allerdings mit der Kräuter-Kartoffel-Fülle gefällt es mir auch außerordentlich gut. Dieses Püree kann man, wenn keine Blüten zur Hand sind, gut mit Fisch oder Fleisch verbinden. Andere Blütenfüllungen finden sich bei bolli, tra dolce ed amaro oder fool for food.

 

 

Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in Salzwasser weich kochen. Mir schmeckt Kartoffelpüree aus Pellkartoffeln viel besser als aus Salzkartoffeln.

 

Die Zucchiniblüten vorsichtig abspülen und den Blütenstempel entfernen.

Wenn die Kartoffeln weich genug ist, diese abgießen und schnell pellen. Dann stampfen und mit gehackter Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Estragon, Zitronenschalenabrieb, Olivenöl, Butter und Salz vermengen. Eine Ladung habe ich zusätzlich mit weichem jungen und altem geriebenen Pecorino verrührt. Die Blüten mit der Masse füllen. Nicht zu viel davon nehmen. Erstens bleiben die Blüten besser in Form und zweitens kommt der Geschmack der Zucchiniblüte besser raus. Die Blüten auf ein Backblech legen und alles etwas einölen.

 

Dann im Ofen bei 125°C ca. 20 Minuten backen lassen, bis die Mini-Zucchini weich geworden sind.

 

 

Der Kommentar von meinem Südtiroler: „Kein Topfen, aber verdammt gut!

Ohne den Käse sind die Büten vegan und 100% laktosefrei. Mit dem Käse immerhin noch glutenfrei und ohne Eier, Nüssen usw.


Zu guter Letzt: Spargelmousse

Auf den letzten Drücker zu Johanni noch mal schnell Spargel besorgt! Derzeit stehe ich auf alles was irgendwie mit Mousse oder Flan oder Cremes zu tun hat. Da verwundert es nicht, dass der Spargel auch dran glauben musste und zu Mousse verarbeitet wurde. Die Idee entstand als ich den Entsafter Jago in der Küche stehen hatte, der mir freundlicherweise von der Firma Idealo (für mehr Infos hier klicken) zur Verfügung gestellt wurde.

Anfänglich war ich wegen des recht günstigen Preises etwas skeptisch, ob er sein Geld wert ist. Und vor allem als ich in der Bedienungsanleitung las, dass man das Gerät nicht länger als 3 Minuten im Dauerbetrieb betreiben darf.

Die Überraschung folgte auf den Fuß: der Spargel war dermaßen schnell entsaftet, dass man wohl für den Hausgebrauch die Maschine keine 3 Minuten in Betrieb hat. Auch bei anderen saftigen Früchten ging es sehr schnell und effektiv. Dabei ist das Gerät recht einfach zu reinigen und lässt so gut wie keine Feuchtigkeit in den „Saftgut“ zurück

Für das Spargelmousse habe ich 500 g Spargel geschält und die Köpfe abgeschnitten. Die waren mir zu schade durch die Zentrifuge zu pressen. Der Restspargel ergab ca. 200 ml. Dazu habe ich einen kleinen Schuss Weißwein gegeben. Zitronensaft kann ich mir auch gut vorstellen. Eine Prise Salz und 1 Tütchen Agar Agar, für die Menge 200 ml. Sowie einen Becher (200 ml) süße Sahne.

Den Spargel im Entsafter entsaften. Den Saft und der Rest, der von Spargel übrig bleibt in einen Topf geben und mit etwas Weißwein und Salz abschmecken. Das Agar-Agar einrühren und ca. 2 Minuten aufkochen bzw. köcheln lassen. Danach gut abkühlen lassen.

Die Sahne steif schlagen und wenn die Spargelmasse kühl genug ist, die Sahne unterheben und einige Zeit im Kühlschrank richtig durchkühlen lassen.

Zum Anrichten kann man gut mit einem Esslöffel kleine Nocken formen und zum Beispiel als Vorspeise servieren. Bei uns gab sie in zwei Varianten:

Die erste mit marinierten Erdbeeren. Das habe ich mir sehr lecker und innovativ vorgestellt. Immer wieder habe ich die Kombination gelesen und gehört, wie gut das ist. Also ehrlich es sieht toll aus, aber geschmeckt hat es nicht. Das Mousse oder die Erdbeeren für sich waren super. Zusammen eine kulinarische Katastrophe. Daher gab’s für den Rest Mousse Lamm dazu:

Dafür die Lammschulter mit Meersalz abreiben. 3 Möhren, Lauchzwiebeln, malziges Kellerbier, Pfeffer, Thymian, Rosmarin und eine Knoblauchzehe schälen zubereiten, zerkleinern und in eine Auflaufform geben. Im Ofen ca. 2 Stunden bei 150 Grad abgedeckt schmoren lassen. Dann den Deckel abnehmen und knusprig bräunen.

Als Deko johannisbeer-Salbeiblätter und –blüten.

Die Mousse ist glutenfrei. Ohne Lamm vegetarisch und mit laktosefreier Sahne sogar ohne eben Laktose.


Gemüsecurry oder was gibt der Kühlschrank so her

In der Gemüseschale lagen 2 Wurzeln und eine braune Papiertüte herum. Der Inhalt dieser entpuppte sich als ein gutes Pfund frische grüne Bohnen. Und es gab eine angebrochene Packung Kokosmilch. Rote Currypaste ist sowieso immer vorrätig und Zwiebeln, Knoblauch und Erbsen (aus dem Freezer) sowieso. Mir fehlte dazu nur etwas als „Füllmaterial“ wie Kartoffeln oder Kohl. Kartoffeln kann ich nicht so gut essen. Manchmal vertrage ich sie ganz gut. Meistens nicht. Daher fiel die Entscheidung auf Blumenkohl, den ich in Verbindung mit Curry-Kokos sehr lecker finde. Er nimmt den Geschmack des Currys an und ist nicht mehr so so fad, wie zum Beispiel mit klassischer heller Sauce und Muskat. Als Kind habe ich mir bei den Gelegenheiten so viel Sauce auf den Teller geschaufelt, wie es erstens ging und zweitens der Blumenkohl nicht mehr rausschmeckbar war.

Für dieses Curry habe ich in etwas Sesamöl (Falls Du, wie viele, darauf reagierst, nimm ein für Dich verträgliches Öl) Streifen von weißer Zwiebel, Knoblauch als ganze Zehe und Rote Curry Paste angeschwitzt. Mit Kokosmilch ablöscht und in der Zwischenzeit das restliche Gemüse vorbereitet und mit schmoren lassen bis es fast weich aber noch mit Biss zu essen war. Die grünen Bohne hatte ich vorher blanchiert, fällt mir gerade ein. So war das Gemüse zeitgleich gar.

Ein sehr schnelles leckeres Gericht. Reis passt noch sehr gut dazu, wenn Du eine „Sättigungsbeilage“ brauchst. Das Gemüse bei mir hier sogar in Bio. Die Kokosmilch und Paste nicht. :D. Außerdem recht allergiefreundlich. ohne Gluten, ohne Laktose, ohne Nüsse und Keime, mal von Sesam abgesehen. Und vegan.

 

 

Wer sagt, dass Allergiegeplagte und Veganer nicht lecker essen können? Stimmt gar nicht!


hellgrün: Rigatoni mit Erbsen und Thunfisch

 

Uwe von Highfoodality möchte hellgrün. Soll er haben! Das Gericht ist nachgekocht. Letze Woche gab es das als Mittagsgericht in unserem Favorite-Bio-Bistro. Leider konnte ich nur die Sauce probieren, da die Nudeln aus Hartweizen waren. Dennoch ein wunderbar hellgrünes Gericht und eine prima Idee für die mal andere Nudelsauce. Sie schmeckt leicht und nach Frühling.

 

Im übrigen sehr schnell zu machen. Ein paar Tiefkühlerbsen habe ich in Salzwasser kurz gekocht. Ein paar als Deko zur Seite gestellt. Nebenbei Dinkel-Nudeln in Salzwasser bis zur Bissfestigkeit kochen. Für die Erbsensauce eine Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden und in wenig Olivenöl im Topf anschwitzen. Die Erbsen dazu geben mit etwas Sahne und Wasser auffüllen, so dass alle gut bedeckt sind. Mit Zitronensaft, Salz und Chili abschmecken. Mit einem Mixstab pürieren. Falls es zu fest wird noch etwas Wasser oder Sahne nachgießen.

 

Und schon ist es Zeit zum Anrichten:

Einen Klacks Erbsensauce als Untergrund. Darauf die Nudeln verteilen und Thunfisch. Thunfisch gibt es bei uns nicht oft im Jahr. Und wenn dann aus dem Bioladen mit entsprechendem Label der nachhaltigen Fischerei. Für heute habe ich welchen ohne Olivenöl al naturale genommen. Es wäre mir ansonsten zu fettig geworden. Lieber zum Schluss noch ein paar Tropfen feinstes Olivenöl drüber gießen….

Nur noch ein paar ganze Erbsen verteilen und Zitronenschalenzesten. Mit Petersilie bestreuen und fertig.

 

Dies ist mein Beitrag für Uwe’s Kochbuch der Farben.

 

 

Für die vegane Alternative kannst Du statt Sahne sehr gut Kokosmilch verwenden und den Thunfisch weglassen.

Die Vegetarier brauchen nur den Thunfisch aussparen.

In der glutenfreien laktosefreien Variante glutenfreie Nudeln verwenden und keine Sahne bzw. laktosefreie nehmen.


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