Archiv für die Kategorie „gemüse“

Belegter Teigfladen oder Pizza oder Focaccia mit Mangold?

Wie kann man es benennen diesen Fladen mit Gemüse und Oliven drauf und sonst fast nix. Grübel…
Also Pizza fällt schon mal aus. Keine Tomatenanteile. Focaccia ist eigentlich auch schwierig, weil auch keine Hefe, kein Käse nix. Teigfladen klingen irgendwie blöd. Vielleicht Mangold und Taggiasche auf Kruste? Mir fehlt da heute die Köche-Kreativität zum Benennen der Speise.

Diese Ideehabe ich vor vielen Jahren von einem Freund aus der Schweiz bekommen. Bei ihm gibt es das manchmal, weil es megaschnell zu machen ist. Im Original kauft man einen fertigen Blätterteig, belegt ihn mit frischem Blattspinat abwechselnd mit gehackten eingelegten Sardellen, etwas Olivenöl zum Schluss und Meersalz. Nur noch backen und fertig.

Bei mir gibt es den gekauften Blätterteig abgewandelt als Fladen ohne Hefe, mit Dinkelmehl und Backpulver, dafür selbstgemacht. Mit dem Teig habe ich schon des öfteren Pizzateig gemacht. Geht super. Es ist eine gute Alternative für Pizza eben ohne Hefe.

Heute morgen auf dem Bio Markt habe ich ganz frischen Blatt-Mangold gefunden, der mich anschrie: „nimm mindestens ein Kilo von mir mit.“ Das ist eigentlich nicht so viel. Für zwei dann doch. Einige Blätter habe ich kurzerhand blanchiert und eingefroren. Der Rest sollte seine Bestimmung auf dem Teig finden.

 

Den erdigen leicht bitteren Geschmack von Mangold mag ich mehr als Spinat. Da kommt beim Mangold eher die Verwandtschaft mit der Roten Beete bzw. Steckrübe zur Geltung. Wenn ich also diese jungen Mangoldblätter sehe, müssen sie mit. Den Stielmangold, mit seinen ausgeprägten Blättern, finde ich nicht so gut. Mit den Stielen weiß ich nie richtig was anzufangen. Der Mangold hat viel Eiweiß, stärkt Leber und die Fettverbrennung, letzteres schadet eigentlich nie.

Der Teig ist schnell angerührt. Manchmal lasse ich ihn 2-3 Stunden ruhen. Ich bilde mir ein, damit ist er noch besser. Heute habe ich es nicht gemacht und er war dennoch fluffig.

Heute das Rezept für Zwei.

200 g Dinkelmehl
1 gehäufter EL Kichererbsenmehl
1 Tüte Weinsteinpulver (die ist mir ins Mehl gefallen, wahrscheinlich geht es mit weniger genauso gut)
1 TL Meersalz
125 ml Wasser
1-2 EL Essig
2 EL Olivenöl

Alles zusammenmischen. Falls der Teig noch ein zu flüssig ist, mehr Kichererbsenmehl darunter kneten. Das erhöht die Klebrigkeit des Teiges und macht beim Backen die Poren leicht und fein.
Den Teig ausrollen oder in eine sehr gut gefettete ausgemehlte Pizzabackform drücken.

Den Mangold waschen und von den dickeren Stielen befreien und auf den Teig legen.
Wichtig ist, dass man ganz viele Blätter auf den Teig legt. Sie schrumpfen so gewaltig. Eine Mindestdicke von 5 cm sollte es schon sein. Oliven verteilen. Etwas Öl, damit die Blätter nicht so schnell braun werden. Meersalz drüber streuen. Den Ofen auf 200°Grad Ober—und Unterhitze vorheizen. Das Blech hineinstellen und ca. 20 Minuten backen. Nach ca. 12 Minuten waren mit die Blätter oben braun genug und ich habe die Oberhitze ausgeschaltet. Die Kruste des Teiges ist ein wenig fester und knuspriger als bei Hefeteigen.

Als ich das Krustending aus dem Backofen holte, schaute mein Südtiroler schon etwas sehr skeptisch und hatte natürlich diverse Anmerkungen. Ihm fehlten zu dem Mangold Tomaten. Oder eher waren es die Oliven, die ihm nicht passten. Mir hat es geschmeckt. Ich bin allerdings auch bekennender Taggiasche Oliven Fan. Von denen kann es nicht genug geben. Wobei ich die Version mit Blattspinat und Sardellen auch sehr gern mag.

Dieser Fladen ist vegan damit vegetarisch sowieso, weizenfrei, hefefrei, laktosefrei, eifrei, nussfrei, und noch so einige andere frei’s

Die Klebeeigenschaft von Kichererbsenmehl ist echt enorm. Nächtes Mal probiere ich den Teig ohne Gluten. Mal sehen ob’s klappt.


Riso di Venere mit Spargel und San Daniele Schinken

Endlich der heimische Spargel lässt sich wieder blicken. In der letzten Woche waren wir essen, wo es eine Kombination aus eben diesem Reis mit Spargel, Schaum und Flusskrebsen gab. Das gefiel mir richtig gut. Wobei wir statt Flusskrebsen lieber eine Versuchung mit San Daniele Schinken machen wollten. Ein halb traditionelles Gericht neu umgesetzt sozusagen.

 

Eine schnelle Küche ist es mit dem Reis nicht. Lt. Angaben auf der Packung benötigt er 40 Minuten Kochzeit. Bei mir war es eher länger und so richtig bissfest war er am Ende immer noch. Aber es lohnt sich. Der Reis hat ein ganz anderes Aroma als die normalen Risotto-„Reise“. Genau kann ich es nicht beschreiben. Ein wenig erdiger vielleicht.

 

Verarbeitet habe ich ihn klassisch. Eine halbe Zwiebel sehr fein geschnitten und in etwas Öl im Topf angeschwitzt, dazu eine Tasse Reis gegeben, diesen mit schwitzen lassen und dann mit Gemüsebrühe fatto a casa abgelöscht. Nach einer Weile mit etwas Prosecco mehr Geschmack hineingegeben und immer wieder etwas Brühe. Mein Eindruck ist, dass der Riso di Venere mehr Flüssigkeit braucht als andere. In der Zwischenzeit hatte ich den Spargel schon bissfest in Salzwasser gekocht und dann ab und an in den Risotto etwas von dem Spargelwasser hingeschüttet. Ganz zum Schluss wurde er mit etwas Fleur de Sel abgeschmeckt. Auf diese Art gekocht ist er sogar vegan, laktosefrei und glutenfrei.

 

Am Schluss war es nicht mehr ganz so. Wobei auf Schinken bzw. Sachen vom Schwein verzichte ich. Das war für die Anderen und die Optik. :D

 

Den San Daniele in einer Pfanne knusprig anbraten. Und schon ist fast alles gemacht.

Den Schaum, den ich so gern gehabt hätte, gab es nur auf den ersten Fotos, er war sehr instabil. Ich denke es liegt daran, dass ich keine Milch verwendet habe, die ich nicht vertrage, sondern etwas Spargelwasser, Sahne und Brühe. Sahne kann ich ohne weitere Probleme ganz gut essen. Es schäumt nur nicht. Mit Kokosmilch habe ich ganz gute Schaumschläger-Ergebnisse bekommen. Kann mir jemand einen Tipp geben??

Also ohne Schinken ist es vegetarisch, ohne Schaum vegan. Ich habe es in allen Variationen probiert, sogar mit einem Fitzelchen Schinken und es hat mir besser geschmeckt als mit den Flusskrebsen. Die sind für mich durch den Spargelgeschmack untergegangen. Dazu kam, dass der Restaurantriso sehr scharf abgeschmeckt war und so nach dem dritten Bissen nur mehr scharf schmeckte und dabei den Spargel und Krebse komplett zunichte machte. Das war schade. Meine Risotto habe ich nicht mehr Chili oder Pfeffer gemacht, das passte super.

 

Die Spargelzeit hat begonnen. Ran die Töpfe! :D

1 Tasse Riso di Venere

1 EL Olivenöl zum Anbraten

½ Zwiebel sehr fein geschnitten

Gemüsebrühe

Prosecco

Spargelwasser

Wasser

 

Beschreibung, wie der Reis gekocht wird s.o.

 

je 250 g Spargel grün und weiß schälen in Stücke schneiden und in Salzwasser bissfest dünsten.

 

Für die Sauce etwas von dem Spargelwasser mit Sahne mischen, salzen pfeffern nach Geschmack. Dazu ein Stückchen Lauchzwiebeln im Ganzen gelassen. In einem Topf aufkochen lassen, die Zwiebel rausfischen und etwas gehackte Petersilie unterrühren

 

Versuchen das Ganze mit einem Mixer aufzuschäumen. Wie oben schon gesagt, denke ich, wenn man statt Sahne Mich, z.B. laktosefreie verwendet, dann könnte es besser gehen. So wird es eher eine Sauce, die man lieber mit Stärkemehl bindet.

 

In einer Pfanne mit einem Tropfen Öl den Schinken kurz von beiden Seiten anbraten.

 

Alles anrichten mit Petersilie bestreuen und genießen.

 

 


Backofenkartoffeln mit Leinöl und Quark oder Topfen

 

Nach einem ziemlichen kulinarischen Gelage am Gardasee mit anschließendem Schock auf der Waage, geht es bei uns sehr viel vegetarischer zu.

Da kam mir das Paket von Sandra aus Frau Kampis Küche gerade recht. Bei ihrem Blogevent anlässlich des ersten Geburtstags ihres Blogs habe ich eine Flasche Leinöl aus der Lausitz von ihr gewonnen. Darüber habe ich mich super gefreut. Vor allem erst mal, dass ich überhaupt gewonnen habe, was mir nicht oft passiert und zweitens, dass es Leinöl ist. Denn es gehört zu meinen Lieblingsölen. Geschmacklich wie auch gesundheitlich. Leinöl ist eine sehr gute Möglichkeit Omega 3 Fettsäuren aufzunehmen, die auch den Stoffwechsel unterstützen sollen, damit man leichter abnimmt. Ich hoffe es mal und probiere es aus. Und wenn damit die Kilos nicht fliegen, dann habe ich auf jeden Fall doch was in Richtung Gesundheit getan. Bekannt für die Thesen rund ums Leinöl war und ist Dr. Johanna Budwig, die langjährige Forschungen betrieben hat. Wer das auf der Homepage nachlesen möchte hier der Link.

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Resteverwertung: Spaghetti mit Grillpaprika

Am Wochenende haben wir gegrillt. Auf den Grill kommt bei uns neben Fisch, Hühnchen oder Rind immer Gemüse. Dabei sind wir, wie ich gerade feststellen muss, nicht sonderlich kreativ! Immer dabei sind Zucchinischeiben, Paprika und Gemüsezwiebeln. Der totale Klassiker in Sachen Grillgemüse. Ich sollte mir mal wieder was anderes ausdenken….

 

Jedenfalls war am Ende unseres Abends alles weggegessen; außer die Paprika, die am nächsten Tag eine harmonische Verbindung mit den Nudeln und etwas Rauke, der einsam im Kühlschrank sein Dasein fristete, eingegangen sind.

 

Bei mir mit Dinkelnudeln. Glutenfreie könnten es aber auch sein und somit hat dieses Gericht das Anrecht sich frei von den Allergenen 14 zu nennen. Perfekt!

Und es war super schnell und super einfach und super lecker! So lasse ich mir Restverwertung gefallen. Diesen Beitrag weiterlesen »


Veronika, der Spargel wächst und dazu Bozner Sauce

Das der Spargel wächst und gedeiht ist jetzt sogar schon bis zu uns vorgedrungen! Dabei gab es schon diverse Spargelfeste und Spargelessen und Spargelpreisverfall und Spargel und Spargel und Spargel und noch mehr Spargel…..

In diesem Jahr sind wir der kulturellen Unterschiede beim Spargel essen nachgegangen.

Ich komme aus einer Spargelgegend, wo es den besten Spargel gibt (behaupten das nicht alle?). Nämlich aus der Lüneburger Heide! In Südtirol jedoch soll der beste aus Terlan sein.

Mag sein ich jedenfalls immer der aus dem Norden sei der bessere und verteidige ihn vehement. Heimattreue muss ja mal auslebt werden und wenn es beim Spargel ist!

Aber unter uns geflüstert gebe ich im Verborgenen zu: einen Unterschied habe ich nicht geschmeckt!

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