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PINK – Süsser Risotto mit Rhabarberragout

Die Koch- und Farbaufgabe von Uwe mit seinem Kochbuch Colors ist für diesen Monat Rosa. Da drängt sich sofort der Gedanke auf, dass herzhafte Gerichte sich auf natürlichem Weg am besten mit roter Bete färben lassen. Und so kommt es schnell zu diesem kulinarisch überbewertetem Hamburger Original mit dem immer noch und wahrlich immer öfter arme Hamburg-Besucher abgespeist werden. So einige sind am Ende des Gerichtes über kulinarische Reichtümer der Hansestadt nicht mehr zu überzeugen. Ich hab’s neulich gerade wieder erlebt. Zugebenermaßen war ich das erste Mal mit einer Gruppe in den Old Commercial Room in Hamburg eingeladen. Das Restaurant kannte ich nur, wenn man in den Michel geht und es eben sieht, wenn man die Augen auf hat. :D Dort haben einige sehr mutige Labskaus bestellt. Einige fanden Labskaus super, andere wurden beim Anblick etwas blässlich um die Nase. Ein paar haben tapfer probiert. Nicht viele waren am Ende überzeugt. Ich habe es beim Tischnachbarn kurz probiert. Es war für Labskaus richtig gut gemacht. Das kann man nicht anders sagen. Für mich war’s das erste Mal Labskaus in der Öffentlichkeit. Das war in meiner hamburger Familie eher ein Zuhauseessen. Ich bin davon überzeugt, dass es sowieso in jeder Familie ein ganz spezielles Rezept dafür gibt. Bei anderen Rezepten fordert es heraus diese Unterschiede regionaler Art herauszufinden und auszuprobieren. Bei Labskaus eher nicht. Auf der anderen Seite könnte ich es ja mal anders probieren…

Nach meinem Ausflug in die herzhafte hamburger Küche, ein Klassiker, der bedeutend leckerer ist: Rote Grütze! Das perfekte Allergie-Food! So schön Rosa dazu.  Bei mir mit Risotto kombiniert, so dass dieses Dessert glutenfrei, laktosefrei und sogar vegan ist, wenn man statt Butter Margarine verwendet. Beim Wein bin ich mir immer nicht so sicher. Viele Weine werden mit Hühnereiern geklärt. Nehmen da Veganer eigentlich Rücksicht drauf. Eigentlich schon, oder? Bei meinen verwendeten Wein weiß ich es nicht genau. Leider ist es nicht zu deklarieren. Für Hühnerei-Allergiker auch irgendwie blöd. Im Zweifelsfall mache es lieber ohne Wein und nimm ein wenig Traubensaft.

Als erstes habe ich dasRhabarber-Ragout gekocht. Letztens waren wir essen und dort wurde die Grütze oder der Kompott als Ragout bezeichnet. Klingt doch viel eleganter als: „ eenmal Rode Grütt bidde.“

Dafür habe ich 4 größere Stangen Rhabarber gewaschen und sehr fein in Scheiben geschnitten. Auf die Art wird die Grütze nicht faserig und hat eine bessere Konsistenz. Eleganter wirkt es mit längeren Stangen bzw. Stückchen. Aber das kannst Du machen wie Du willst.

Den Rhabarber im Topf mit einem kleinen Schuss trockenen Rotwein aufgießen und reichlich Zucker abschmecken. Ich habe Agavendicksaft genommen. Massen davon. Rhabarber hat ja die Eigenschaft super sauer zu sein. Dazu noch ein wenig ausgekratzte Vanille und eine Prise Salz. Das mit dem Salz ist eher ungewöhnlich. Aber ich mache immer an alle Süßspeisen oder Marmelade etwas Salz. Das gibt nochmal einen anderen Kick. Mein Südtiroler findet es furchtbar wenn ich das mit dem Salz mache, wenn er es weiß – wenn er es nicht weiß, findet er die Marmelade lecker (ihm bitte nicht erzählen…. gibt es eigentlich die Möglichkeit seinen Browser ein wenig einzuschränken, dass er nicht alles lesen kann. Nur das was er soll?)

Das „Ragout“ köcheln lassen, bis es beinahe zerfällt aber noch Biss hat. Meins war ein wenig zu lange auf dem Feuer. War nur kurz mal am Telefon…. was soll ich sagen.

Damit ist es schon fertig.

Für den Risotto habe ich in einem Topf etwas Butter schmelzen lassen. Wenn Du den Reis vegan machen willst, nimm Margarine. Den Risottoreis darin angeschwitzt und dann mit Wasser abgelöscht. Etwas Süße dazu geben. Und wieder Wasser und köcheln lassen und soweiter, bis der Reis schlutzig und fertig war. Wer möchte, rührt noch etwas Sahne (laktosefrei?) oder Kokosmilch darunter. Zum Schluss habe ich von dem Rhabarber-Kompott was unter den Reis gerührt. Damit ist er so schön rosa geworden. Mit der Sorte Himbeer-Rabarber wird es noch mehr rosa. Den zu finden ist leider mittlerweile selten.

Dieser Reis sollte schon etwas schlutziger sein, als bei der herzhaften Variante. Wie Milchreis eben. Ich habe alles abkühlen lassen und dann angerichtet.

Für die Deko habe ich von noch einer weiteren Rhabarberstange ein paar Fäden abgezogen und mit Zislaweng  (plattdeutsch für Schwung, Dreh – bi döse gericht mutt n beten plattdüütsch wen) auf den Reis platziert und dann haben wir es uns schmecken lassen.

Mein Beitrag zu Uwes Kochevent ROSA

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Seezunge mit weißer Polenta, Tomatenschaum und Lauch

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
Mein Blog-Vorsatz für dieses Jahr ist, mit mehr Herausforderung zu kochen. Nicht dass Allergieküche überhaupt keine Herausforderungen bringt… Manchmal fällt mir einfach nichts mehr ein. Was soll ich kochen? Die Kochbücher verwirren unter Umständen mehr, als dass sie neues bringen. Frei nach dem Motto: viel Auswahl hilft auch nicht weiter. Oder ich kann mich nicht entscheiden was ich machen soll.

Da kommen mir die vielen Blogevents, die es derzeit gibt gerade recht. Ich liebe sie! Es hat in der Szene einige Diskussionen gegeben, ob es nicht zu viele Events sind oder sich diese Event-Blogbetreiber nur an vielen Besuchern „bereichern“ wollen. Sei’s drum. Mir gefallen die Aktionen und durch die Vielzahl ist für jeden was dabei. Ich hatte mir auch schon mal überlegt einen zu machen. Kochen ohne die Allergenen 14 (wer nicht weiß, wie sie definiert sind, findet die Erklärung hier). Da kommt sicher interessantes dabei raus.

In der Zwischenzeit nehme ich an anderen teil. So gefiel mir die „Aufgabe“ von Uwe auf dem Blog highfoodality, in jedem Monat mit Lebensmitteln in einer anderen Farbe zu kochen, super.
Für Januar ist es die Farbe weiß. Die Farbe ist sicher nicht einer der schwersten. Ich grübel schon ein paar Tage darüber was man blaues kochen könnte.

Passend zur Farbe weiß gab es bei uns am Wochenende in Folie gedämpfte Seezunge auf weißer Polenta mit gedünsteten Lauchgemüse und weißem Tomatenschaum.

Und getreu dem Leitsatz: Essen mit Genuss-trotz Allergien! habe ich auf alle definierten Allergene 14 verzichtet, bis auf den Fisch. Den ich gut vertrage. Im Nachhinein könnte ich es mir auch mit weißem Hühnchen vorstellen, das sicher mit dem Tomatenschaum und dem Lauch gut passt.

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