Orangenrisotto mit Champignons und Sauerampfer

Endlich startet wieder die richtige Orangensaison. Wobei die Orangenernte natürlich mehrfach im Jahr passiert. Dennoch schmecken sie mir am besten zum Winter. Da kommen gemütliche Gefühle auf, wie am Ofen sitzen, Tee trinken oder mit einer Kuscheldecke bewaffnet auf der Couch lümmelnd und alte Filme schauen, während das Wetter draußen stürmisch, nass und kalt ist. Wenn der Geruch der Orangen durch die Wohnung zieht, kommt Weihnachten mit Riesenschritten auf uns zu. Diese Zeit jetzt kommt mir immer vor als wenn sie die Ruhe vor dem Sturm beinhaltet. Die Tage werden kürzer und man bleibt mehr zu Hause und es kehrt Ruhe ein. Im Dezember dagegen jagt ein Event das nächste und alle sind gestresst weil bis Weihnachten noch so viel zu tun und erledigen ist. Eigentlich verrückt, dass die besinnliche Zeit so voller Hektik ist. Aber das ist eine andere Geschichte….

 

Wir lieben Risotti und die versuche ich immer wieder mal zu variieren. Diesen wollte ich mal ganz anders machen, als wir es sonst so haben. Außerdem hatten wir Gäste, wo jemand vollkommen vegetarisch mit veganen Zügen dabei war. Es ist ja an sich kein Problem Risotto vegan zu machen. Aber ehrlich mir fehlt darin der Hauch von Pecorino. Und das Stückchen Butter zum Schluss bringt mir für mich den perfekten Geschmack. So finde ich es viel leckerer als ohne. Zum Glück kann ich sagen, dass ich aufgrund meiner Allergie, zwar keine Kuhmilch im Allgemeinen vertrage. Butter, Sahne und Pecorino geht aber. Und der Gast bzw. Gästin war einverstanden.

 

So habe ich eine kleine Schalotte sehr fein gewürfelt und mit einer geschälten, nicht weiter geschnittenen, Knoblauchzehe, sowie einer Tasse Arborio-Reis in einem Esslöffel Sonnenblumen Öl im Topf angeschwitzt. Mit dem Saft einer Bio-Orangen (halt vorher die Schale abreiben!) und einem kleinen Glas Weißwein (bei uns war es ein trockener Südtiroler Goldmuskateller) ablöschen. Gemüsepaste in warmem Wasser verrühren, salzen und nach und nach die Mischung unter den Reis rühren. Eine kleine frische Chilischote habe ich kurz mit köcheln lassen, umso eine scharfe Note mit hineinzubekommen. Wenn der Reis fertig mit Biss ist, einen Esslöffel Pecorino und einen Klacks Butter unterrühren.

 

In einer Pfanne in der Zwischenzeit braune Champignons (Scheiben) in etwas Öl anbraten und salzen. Die Pilze mag ich lieber separat gebraten. So haben sie einen viel besseren Geschmack mit leichten Röstaromen, als wenn sie lapprig im Risotto gekocht werden. Die Sauerampferblätter in Streifen schneiden. Zum Anrichten den Reis auf Teller löffeln, Champignons darüber geben und mit Orangenzesten, Sauerampfer und Pecorino bestreuen. Und dann liebe ich es noch etwas Olivenöl extra vergine und frisch gemahlenen Pfeffer drauf zu streuen. Lecker!

6 Kommentare zu „Orangenrisotto mit Champignons und Sauerampfer“

  • Was soll ich sagen…. es ist lecker! :D

  • Lara:

    Woah, die Bilder machen schon Lust auf mehr, ich liebe diese Geschmacksvorstellung Orangen-Pilze!

  • Alex:

    Zitronenrisotto habe ich schon oft gemacht, bin aber nie auf die Idee gekommen, Orangenrisotto zuzubereiten. Wird schnellstens nachgeholt. Schade, daß ich gestern doch keine Pilze gekauft habe, sonst gäb es ihn schon heute :-)
    LG

  • das sieht nicht nur wahnsinnig lecker aus, sonder schmeckt bestimmt auch toll. Ich als großer Risotto-Fan speicher mir das Rezept natürlich gleich mal ab! Danke dafür. :)

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