Schlicht und einfach Kastanienkonfitüre
Die habe ich natürlich schon viel eher gemacht. Nicht jetzt. Doch ich hatte irgendwie keine Muße und Zeit vorher darüber zu reden, schreiben, bloggen…
Wir haben, wie ich schon mehrfach berichtet hatte, sehr viele Kastanien in diesem Jahr aufgesammelt.
Es hat einfach Spaß gemacht sie zu sammeln. Vorher hatte ich sie noch nie in der Fülle gesehen.
Außerdem wenn sie so in ihrem Igel stecken, sehen sie richtig dekorativ aus.
Da blieb es nicht aus immer wieder neue Sachen zu probieren. Darunter fällt auch Kastanienkonfitüre, die erst nicht bloggen wollte, weil darin weißer Zucker steckt. Nun ich habe mich überreden lassen und dann doch hier das Rezept.
Das Kastanienzeug ist richtig gut geworden. Ich war sehr erstaunt. Als Norddeutsche mit diesen ausländischem Zeug klar zu kommen ist ja man auch nicht immer einfach. ;-) Ich habe sie probiert und muss sagen für Marmelade gar nicht mal schlecht. Dazu muß man wissen: ich liebe es Marmelade zu kochen, sie in Gläser abzufüllen und sie anzusehen. Aber essen? Das geht gar nicht. Ich mag es einfach nicht. Mir ist Marmelade von jeher zu süß gewesen, obwohl ich schon Aufstriche ohne Zucker gemacht habe. Nein das schmeckt mir nicht.
Aber mein Liebster und ich haben uns wagemutig getraut. Skeptisch war ich schon. Sie sieht doch immer ganz schon merkwürdig braun aus und doch ein mal ganz anderer Geschmack. Und man jeder der das Rezept nachmacht wird die Konfitüre lieben, es liegt eine lange Zeit des Maronen abpellens davor und mit jeder geschälten Marone wird das Ergebnis immer leckerer.
Rezept
1 Kg geschälte Kastanien (das sind ungefähr 1,5 Kilo ungeschälte)
750 g weißer Zucker
½ Stange Vanille
200 ml Wasser
- Die Kastanien mit einem Messer an der Schale einritzen und ca. 1-3 Minuten in Wasser im Topf kochen. Danach die Schale und die darunterliegende Haut schälen. Immer nur eine Handvoll Kastanien nehmen. Je mehr sie abkühlen, desto schlechter lassen sie sich von der Haut befreien.
- Wenn alle geschält sind, in einen Topf mit etwas Wasser ca. 15 Minuten weiterköcheln lassen bei mittlerer Hitze.
- Die Früchte durch ein Passiersieb, zum Beispiel die „Flotte Lotte“ pürieren.
- In einen separatem Topf den Zucker, Wasser und die Vanilleschote aufkochen. Solange bis der Zucker ganz durchsichtig und sirupartig ist.
- Maronenpüree in die Zuckerlösung einrühren und weitere 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Masse streichfähig ist.
- Noch heiß in Gläser abfüllen.
- Fix und Fertig ;-))
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Kennst du die Krapfen, die in Südtirol gemacht werden? Ich liebe, die mit Kastanienmarmelade, eine Delikatesse! Wenn’s dann noch eine selbstgemachte ist, noch besser!
Hallo Anie
da muß doch eine Norddeutsche nach Südtirol kommen und uns zeigen, wie man Keschtnmarmelade macht!? GRINS :) Danke dir, werd ich nächstes Jahr sicher ausprobieren, da ich Kastanienmarmelade liebe. Im Sommerurlaub auf Korsika muß ich mich immer damit eindecken, damit ich genügend habe. Ich habe am liebsten Krapfen mit Kastanienmarmelade gefüllt. GLG Siglinde
erstaunlich, dass sie bei der grossen Kastanienpüreemenge noch so schön glänzt ! Aufgrund der Zutatenmengen hätte ich eher eine matte Paste erwartet.
Da ich ein Nordtiroler und kein Südtiroler bin war mir diese Marmelade noch nicht bekannt. Liest sich aber durchaus spannend.
Kastanienkonfitüre hab ich noch nie probiert, klingt wirklich interessant!
Der Vorteil an selbstgemachter Marmelade ist ja in jedem Fall, dass man den Zuckergehalt bestimmen kann.
Kastanienmarmelade kenn ich gar nicht, wahrscheinlich deswegen, weil es bei uns nicht so viele Maronen gibt. Außerdem klingt es nach ganz schön viel Arbeit wegen der vielen Pulerei.
Kosten würde ich die allerdings schon gerne ;o)
@Magdi: Ja die kenne und liebe ich. Wobei ich die mit Marillen drin auch total gern mag.
@Siglinde: Weisst doch, frog an Deitschen ;))
@Lamiacuccina:Vielleicht ist der italienische Zucker glänzender?
@Barcalex: aber es gibt sicher auch Maroni, oder? Und wenn schon, ich fahre die nächsten Tage nach Innsbruck und decke mich wieder mit den nordtiroler “Dingen” ein – herrlich!
@Sylvia: Wenn Du die Gelegenheit hast, unbedingt mal probieren.
@Suse: Bei dem Verhältnis von 1kg Kastanien mit 750g Zucker wird es für meine Begriffe schon ganz schön süß. Wobei ich eben nie Zucker esse und nicht der wirkliche Maßstab bin.
Am besten ich sende Dir jetzt ein Glässchen…..
@Alle: ganz liebe Grüße und weiterhin eine wunderbare Weihnachtszeit. Anie
@anie: moechte Sepp Messner Windschnur zitiern (Innsbruck, du wunderschöne Alpenstadt: http://www.rocknet.bz/) “Innsbruck, du wunderschöne Alpenstadt, obr schond dos koane Keschtnbam und koane Weinberg hoscht…”
ich bin auch erstaunt, dass die Marmealde bei Dir so glanzend ist, bei mir wird’s immer eine braune Pampe….
@Maximus: Wieder was gelernt ;)
@Bolliskitchen: einfach so gemacht und die Farbe ist so geworden. Vielleicht Anfängerglück? Den Zucker habe ich sehr lange zu Sirup kochen lassen. Damit ist er mit den Maroni ganz glänzend geworden.
Lieben Dank für das tolle Rezept.Hab´s ausprobiert und bin vollauf begeistert. Ein einzigartiger Geschmack, der süchtig macht. lg aus Österreich
http://lisas-kochfieber.blogspot.com/2011/01/winterliches-marmelade-vergnugen.html