Kindheitserinnerungen neu definiert mit glutenfreien braunen Kuchen

Warum diese Kekse Braune Kuchen und nicht Braune Kekse heißen weiß ich überhaupt nicht. Mir als Nordlicht sind sie seit meiner Kindheit bekannt. In einer dünneren Ausführung und aus einer sehr bekannten Großbäckerei. Die witzigerweise gar nicht in Hamburg angesiedelt ist, sondern in Krefeld. Aber nach hanseatischer Backtradition, die schon 200 Jahre bestehen soll, backt. Wahrscheinlich kennen alle Hamburger diese Kekse zumindest aus Kindertagen. Wie es in anderen Regionen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.  Sie sind ganz knusprig und werden mit Vorliebe auf gebutterten Rundstücken, sprich Brötchen, gegessen. In der Verbindung mit Butter und Brötchen werden die Kekse ganz lecker soft. Wir haben die ein und andere Merkwürdigkeit von Zutaten. Zugegeben!

Da fällt mir das Hamburger Käsebrot ein. Das ist ein halbes Brötchen mit Käse belegt und obendrauf mit einer Scheibe Schwarzbrot abgedeckt. Super als Wegzehrung für Zwischendurch. Wenn das eine ganze Zeit durchgezogen ist und das Schwarzbrot sich an den Kanten schon nach oben biegt ist es am besten.

Selber gemacht habe ich die Kekse vorher noch nie! Und dazu nicht in glutenfreier Art und ohne weißen Zucker usw. usf.

Nachdem ich letztens versucht habe das glutenfreie Mehl selber zu mischen, habe ich dieses Mal glutenfreies Kekseback-Mehl gekauft. Statt Blätterteig ist beim letzten Mal das Experiment total danebengegangen. Wobei der Teig zwar nicht als „süßer“ was geworden ist, aber er könnte durchaus als Cräckerteig in die Geschichte eingehen. Mal sehen, vorsichtshalber ruht er derzeit in der Tiefkühltruhe.

Selbst nach der Zubereitung kann man die Konsistenz noch verändern: Bewahrt man sie in einer Dose auf, werden sie weich. Bleiben sie an der Luft, sind sie ganz knusprig und hart.

Beim nächsten Mal werde ich den Teig noch dünner ausrollen.

Ahornsirup gibt einen sehr herrlich kräftigen Geschmack mit hinein. Auf Nelken habe ich verzichtet, die sind mir häuftig zu heftig mit ihrem Aroma. In die Originale gehören sie aber rein.

Rezept

für eine kleine Handvoll bzw. 1 kleines Blech

120 g Ahornsirup
50 g Margarine
75 g Vollrohrzucker
250 g Glutenfreies Mehl
je eine Prise Zimt, Vanille, Kardamom, Meersalz
1 getrichenen TL Pottasche in 1 EL Wasser aufgelöst

  1. Sirup, Margarine und Zucker in einem Topf zusammen aufkochen
  2. Mehl mit den Gewürzen mischen in einer Schüssel
  3. Pottasche dazugeben
  4. Heiße Sirup-Margarine-Zucker-Mischung zu dem Mehl gießen
  5. Verkneten zu einem Teig
  6. Ein Blech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verstreichen
  7. Den Teig mit einem Messer in kleine Quadrate oder Rechtecke einritzen
  8. Bei 200°C Umluft ca. 10 Minuten backen
  9. Die Kekse an den „Nahtstellen“ auseinander brechen.

3 Kommentare zu „Kindheitserinnerungen neu definiert mit glutenfreien braunen Kuchen“

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