Huhn im Topf oder auch Coq au Vin

Hühnchen im Topf zu schmoren ist bei mir ja immer wieder der Klassiker. Und dieses Rezept ist auch aus dem Sommer, als es nach der Hitze die ersten kühlen Tage gab. Und wir zu der Zeit noch auf dem Berg waren, wo es einen Holzofen gab.

Das musste ich sofort ausnutzen. Nicht nur das ich dort Pot au feu oder Marmelade oder sonstige Dinge so nebenbei während das Feuer flackerte gekocht habe. Nein auch dieses Gericht brutzelte so vor sich hin und war am Ende wunderbar sanft gegart und unglaublich saftig und mit allen Aromen durchzogen.

Ich möchte immer auf dem Holzherd kochen!!! Zumindest mit Gas! Aber immer wieder nur dieses Ceranfeld, welches mich alles andere als glücklich macht. Wer hat sich diese Technik einfallen lassen. Ich finde sie taugt nicht viel.

Gerade wenn eine klitzekleine Hitze erreicht ist, regelt dieses Ding die Temperatur schon wieder runter. Als wenn ich das nicht selber könnte. Der Herd bestimmt über mein Kochen. Unglaublich. Ich will die Temperatur einstellen und selber entscheiden wann die Hitze sanfter sein soll. Grrr.

Aber wie gesagt umso mehr habe ich das Kochen auf dem Holzherd genossen. Mehr Hitze? Einen Scheid mehr Holz dazu und schon ist alles gut. Weniger – nur den Topf ein wenig zur Seite ziehen. So will ich es haben.

Und während ich es genoss das Blubbern und Brodeln des Huhns im Topf zu hören und beobachten entstand ein so wunderbares Au-Vin-Gericht.

Das Rezept dazu ist immer wieder frei erfunden, denn ich verwende immer Dinge, die gerade zur Hand sind. Eigentlich fehlt nie: Zwiebeln, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, und Wein. Dazu gibt es je nach Tagesform: Paprikastreifen, Tomaten, Pilze, Möhren, Zucchini, Oregano, Majoran, Salbei, Weiß- oder Rotwein.

Oder wenn ich keinen Wein verwenden will, nehme ich auch Fruchtsäfte, wie Johannisbeer oder Traubensaft. Immer ungezuckert.

Und um es mir einfach zu machen, brate ich das Huhn vorher nicht in Öl an, sondern lasse es schmoren und wenn es fertig ist, lege ich es für einen kurzen Moment unter den Grill. Das gibt ganz knusprigen Vogel. Denn wenn ich es bisher vorher angebraten habe, ist die Knusprigkeit beim Schmoren natürlich immer wieder verloren gegangen. Auf die Art des Hinterher-Schmorens schmeckt es uns einfach besser.

Rezept

Bei diesem Gericht habe ich für 4 Personen verwendet:

1 Hähnchen zerlegt
1 Lauchzwiebel mit viel „Grün“ dran in Stückchen
2 Schalotten in Ringen geschnitten
1 rote Paprikaschote in Streifen geschnitten
2 Knoblauchzehen ganz oder halbiert
2 Zweige Thymian
Salz und Chili nach Geschmack
2 reichliche Gläser trockenen Rotwein
1 Glas Wasser

  1. Das Huhn in einen Bräter legen und alle anderen Zutaten dazugeben
  2. Im Ofen bei 130°C-150°C ca. 1-1,5 Stunden ganz sanft schmoren lassen, bis das Huhn ganz gar ist

Je weniger Temperatur desto länger und desto besser, weil umso zarter und saftiger das Endergebnis ist.

Und die Reste gab es am nächsten Tag auf Reis.

13 Kommentare zu „Huhn im Topf oder auch Coq au Vin“

Kommentieren

Das Kochbuch zum Blog
Cover Kochbuch anie's delight

Über 250 neue Rezepte für eine
kreative und genussvolle Küche trotz Lebensmittelintoleranzen.

Inhalt: 224 Seiten, ca. 250 Rezepte
und 220 Rezeptfotos
Format: 190 mm x 245 mm,
Broschur Fadenheftung gebunden
ISBN 978-3-00-034180-9

Guck ins Buch
Guck ins Buch
Leser auf Facebook
Top Food-Blogs