Kokos Gurkensüppchen

Leichte Sommerküche der erste Teil…
Bei diesen fast tropischen Temperaturen fallen mir nur noch leichte Gerichte ein. Meine Kochumwelt und ich mögen nix schweres mehr essen. Und ich will zudem noch auf Fleisch oder Fisch in den nächsten Tagen verzichten, so dass jetzt Kreativität gefragt ist.
Spontan ist mir Gazpacho eingefallen. Tomaten vertrage ich aber eigentlich nicht und ich habe diese Suppe mal in Spanien probiert und für mich war sie echt nicht der Hit. Ich bringe im Kopf die Symbiose zwischen Suppe und kalt nicht zusammen. Da verschaltet sich irgendwas. Lauwarm ist dagegen völlig in Ordnung für mich. Da bewahrheitet es sich immer wieder: jeder Mensch hat ja so seinen eigenen Spleen.
Und trotzdem habe ich im Wiki die Grundzüge einer solchen Gemüsesuppe kurz studiert und mir dabei überlegt, dass es nur mit Gurken auch ganz lecker werden könnte.
Normalerweise werden Gurkensuppen immer mit Sahne und Brühe gemacht, was natürlich mal wieder bei mir auf der verbotenen Liste steht.
Mein Allheilmittel für diese Situation ist immer und wird bis bleiben, bis sie mir sonst wo hängt: Kokosmilch aus 55% Kokos und 45% Wasser, ohne weiteren Zusätze.
Es gibt so eine in der Tüte und kommt direkt aus Asien. Dort soll wirklich nur Kokos und Wasser drin sein. Ich will es mal glauben. Auf jeden Fall schmeckt sie mir am besten. Ich probierte immer wieder die Bioverwandten, aber die sind meist so fettig und ölhaltig, was sicher gut ist, aber meiner Linie und meinen Geschmacksnerven ist es eindeutig zu viel.
Und was eindeutig ein Vorteil ist, dass diese „Milch“ im Supermarkt um die Ecke kaufbar ist.
Die Suppenzubereitung begann ganz konventionell mit dem Schälen einer Zwiebel, die sich hacken ließ und in Öl anbraten. Die Gurken ließen sich ohne Widerworte schälen und von ihren inneren Kernen befreien. Wie auch immer. Als die Zwiebeln im Topf so vor sich hin schmorten. Irgendwie geht es mir heute auch so. Ich schreibe schon so merkwürdig und es schmort mir auch der Kopf, der Körper, alles….
Gelöscht wurden die Zwiebeln und Gurken mit Wasser und eben besagter Kokosmilch. Immer wenn ich Kokosmilch eingebe, kommt als erstes Koksmilch dabei raus. Erstaunlich bei der Geschichte ist, dass die Word-Rechtschreibhilfe das nicht mal mokiert. Denn was zur Hölle ist Koksmilch???
Kommen wir nochmal zurück zur Suppe, zur heißen. ;-)
Diese habe ich ungefähr 15 Minuten kochen lassen. Bei mir hier volle Pulle, denn mir wird sowieso immer wieder nachgesagt, dass es an meinem Herd nur zwei Stufen gibt: aus oder eben höchste Hitze. Ich bilde mir dennoch ein, dass es der Kokosmilch gut tut ein wenig mehr durch zu kochen. Denn der kokoslastige Geschmack verliert sich mit dem Kochen.
Ich habe dann alles püriert und die Suppe war erstaunlich sämig. So dass ich sogar noch etwas Wasser nachgießen musste. Der Geschmack zwischen Dill, der auch noch den Weg in den Topf fand, Kokosmilch und Gurke ist erstaunlich lecker und viel leichter als die Sahne-
Dieses Rezept ist jetzt total glutenfrei, laktosefrei und sogar vegan. Aber ich kann mir gut vorstellen, zu diese Suppe das nächste Mal frische Lachstreifen kurz anzubraten oder sie mit Krabben, Shrimps oder so zu vervollständigen.
Variante.

Das Rezept in voller Länge und zum Verstehen ;-)))))
Menge für 2 -3 Personen
2 Salatgurken schälen und entkernen
1 mittelgroße Zwiebel schälen und fein hacken
1 EL Öl zum Anbraten
250 ml Wasser
250 ml Kokosmilch
1-2 TL Salz
1 Prise Chili oder Pfeffer
1 großen Stängel Dill
- Die Zwiebeln in Öl in einem Topf anbraten
- Die Gurken in Stück schneiden und nachdem die Zwiebeln ein wenig Farbe bekommen haben, mit in den Topf schütten
- Mit Wasser und Kokosmilch ablöschen und salzen
- ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Gurkenstücke bereit zum Pürieren sind
- Pürieren mit einem Mixstab
- Zum Schluss den Dillstängel mit in die Suppe geben und noch ein paar Minuten mit köcheln lassen.
- Mit Salz und Chili abschmecken
Den Dill kann man auch vor dem Pürieren rein tun, damit wird das Dillaroma intensiver. Mir schmeckt es so mit einem Hauch von Dill besser.
Twittern



Ich liebe Gurkensuppe (heiß und innig!), aber mit Kokosmilch habe ich die noch nicht probiert.
Liebe Hestings
das habe ich auch das erste Mal probiert und es ist superlecker und ich finde viel leichter als mit Milch. Diese Kombi aus Kokos und Gurke ist wunderbar.
Liebe Grüße
Anie
So, jetzt steht das Süppchen (in leichter Abwandlung, da ohne Zwiebeln und mit Knoblauch) vor mir und ich finde es sehr lecker. :)
Gute Idee mit der Kokosmilch! Koksmilch ist glaube ich tatsächlich ein Schreibfehler, den viele machen. Bei der “anderen Assoziation” hätte das Süppchen wohl eine seltsame Nebenwirkung. ;-)
Liebe Christina, bei der “anderen Assoziation” wäre die Suppe sicher unvergesslich…..wenn auch etwas teurer ;-))
Hi Anie,
sehr schönes Rezept und mit hohem Nährstoffgehalt!
Clevere Lösung für eine leichte Küche!
Liebe Grüsse
Flo
Danke Flo für das Lob.
Herzlich Anie
Meine Lieblingssuppe! Ich machse sie genau so! Nur dass ich anstatt Wasser Gemüsebrühe nehme und noch was frischen Ingwer zufüge. Ach ja und bei mir kommen dann noch Karnelen dazu, die vorher in Knoblauchbutter angebraten wurden. Zum Schluß noch etwas Kürbiskernöl obendrauf. fertig. Lecker!
Das klingt super mit dem frischen Ingwer. Das werde ich auch ausprobieren. Wobei es mir jetzt fast zu kalt draussen ist. Gurkensuppe ist für mich ein totales Sommergericht. :D