Zu Gast bei Anie’s Delight
Hallo, heute schreibt nicht Anie, sondern ich – Melanie. Vor einiger Zeit habe ich Anie im Zuge meiner Lebensmittelunverträglichkeiten über ihren Blog kennen und über diverse Mailkontakte auch schätzen gelernt. Ihre Einladung, meine Erfahrungen auf ihrem Blog mit anderen zu teilen, nehme ich gern an. Denn auch mir ist es ein Anliegen, das Thema Lebensmittelunverträglichkeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, Restaurants und Hersteller für gesündere Lebensmittel zu sensibilisieren und vor allem den Stempel des Außergewöhnlichen und stets zu Kommentierenden (“Sie Arme, da dürfen Sie ja gar nichts mehr essen, wie halten Sie das bloß aus?”) in eine normale Alltagssituation zu wandeln (jeder zweite bis dritte Mensch (diese Angaben variieren je nach Expertenmeinung) hat Lebensmittelunverträglichkeiten, weiß es nur noch nicht.).
Seit mehreren Jahren bin ich auf der Suche nach einer Diagnose meiner verschiedenen Symptome, wobei jeder Arzt nur seinen eigenen medizinischen Bereich gesehen hat. Der Internist betrachtete nur die Magenprobleme, der HNO-Arzt nur die Atembeschwerden, etc.,
Vermisst habe ich immer den ganzheitlichen Ansatz, eine Betrachtung aller Symptome im Zusammenhang miteinander. Nach einer langen Odyssee zu den unterschiedlichsten Ärzten wurden mir schließlich Unverträglichkeiten von 29 Lebensmitteln diagnostiziert. Im ersten Moment ein kleiner Schock (“wie soll ich das im Alltag umsetzen?”), aber letztlich eine große Erleichterung, endlich ein konkretes Ergebnis und vor allem einen Weg zu haben, den ich nun beschreiten kann, sei er auch noch so steinig, aber wenigstens wusste ich nun, wie ich mir helfen kann.
Ein gutes Jahr habe ich ganz streng auf die Lebensmittel verzichtet, mich in langen Aufenthalten in Supermärkten und Naturkostmärkten in die Welt der gesunden Ernährung eingearbeitet und konsequent nur mit Alternativprodukten gekocht. Die Symptome wurden besser, auch wenn es mir zwischendurch immer wieder schwer fiel. Ich war noch nie eine gute Köchin und wenn einem dann die klassischen Geschmacksträger und gewohnten Kochhilfen genommen werden, wird es nicht gerade leichter, etwas Leckeres zu kochen.
Umso glücklicher war ich, Anie’s Blog zu entdecken, der mir wieder ein paar leckere Kochgenüsse in Aussicht gestellt hat. Besonders die Zitronen-Spaghetti haben es mir angetan.
Wie es mir im Laufe meines Verzichtjahres ergangen ist, welche Erfahrungen, Gedanken und Wünsche ich hatte, und vor allem, wie es mir jetzt geht, möchte ich Euch gern in zukünftigen Blogposts erzählen.
Bis dahin lasst es Euch gesund schmecken.
Herzliche Grüße
Twittern





Liebe Mellie,
ich freue mich, dass Du hier bist und Beiträge schreibst. Wir Allergiker müssen einfach zusammen halten!! ;-)
Anie
Liebe Anie,
danke für die Einladung, bei Dir zu posten! Ich freue mich sehr und bin auf viele gemeinsame Aktionen gespannt.
Herzliche Grüße
Mellie
Der untere Teil der “Vermeiden”-Liste ist einfach zu vermeiden ;)
Melanie, ich beneide Dich nicht um Deine Lebensmittelunverträglichkeiten. Ich bin gespannt, wie Du Deinen “Entwicklungsprozess” durchlebt hast.
Ich habe zum Glück wenig Probleme mit Verträglichkeit, habe daher sehr viel länger gebraucht, bis ich heute die Kompetenz habe, bewusst zu essen und zu kochen…
Grüße!
Martin