Seeteufel mit Frühlingszwiebelgemüse und Kokos-Wasabischaum

Diese Zwiebeln kenne ich von früher nur unter dem Namen Frühlingszwiebeln. Ich meine im Süden sagt man aber standardmäßig Lauchzwiebeln zu dem Gemüse. In Italien habe ich sie unter dem Namen Cipollini kennengelernt. Wie auch immer… sie schmecken einfach gut. Mein französischer Großvater hat sie früher frisch vom Beet geschnitten, kurz gespült, mit einer Seite in Salz getaucht und zusammen mit einem gebutterten, kräftigen Bauernbrot gegessen. Als Kind hat es mich fasziniert das mit anzusehen. Ein echt krasses Bild. Ich habe es damals wagemutig probiert und so ist bestimmt meine Liebe zu diesen Zwiebeln entstanden. Jetzt als Allergiker schätze ich sie doppelt. Denn weil ich Lauch oder Porree nicht mehr vertrage, nutze ich eben diese Zwiebel um einen lauchigen Geschmack in Suppen, Saucen oder wo auch immer man ihn braucht hineinzubekommen.

Ich habe gelesen, dass die Asiaten auch ganz viel von diesen Zwiebeln verwenden. Jedoch anders als hier in Europa, wo vornehmlich das weiße Ende benutzt wird, werden in Asien eher die grünen Stängel genommen. Es ist aber auch von Land zu Land unterschiedlich. Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass die grünen Enden in Deutschland zum Beispiel länger sind, als in Italien oder Frankreich. Das kommt mir hier wie gesagt echt entgegen. Die grünen Dinger haben mehr Lauchgeschmack als das weiße Zeug.

Und jetzt bin ich noch einen Schritt weitergegangen und habe es mal als gedünstetes Gemüse ausprobiert. Ich habe Seeteufel gekauft und wollte es mit Kokos und Wasabi ein wenig in die asiatische Richtung kombinieren. Da ist mir keine wirklich gute Idee gekommen, welches Gemüse dazu passen könnte. Bis mein Blick auf das Bund grün-weißer Stängel fiel. Es schmeckt echt lecker in der Kombi mit dem Fisch.

Die Kokossahne – oder wenn Sie keine bekommen macht es auch Kokosmilch – wird schön schaumig wenn man sie mit einem Milchaufschäumer bearbeitet. Und wenn sie noch etwas Säure, z.B. durch einen Spritzer Limettensaft, bekommt.

Seeteufel verwende ich immer gern, weil er ein Fisch mit so einem festen Fleisch ist, dass er sich gut in der Pfanne braten lässt, ohne dass er vorher in Mehl gewendet und gebadet werden möchte. Er hält auch so zusammen in der Pfanne.

Rezept

4 Personen

Zeit: 20-30 Minuten

800 g Seeteufel
Spritzer Limettensaft
1 EL Pflanzenöl
1 Espressotasse Kokossahne
1 EL Wasabipulver
einige Krümel Salz
1 Bund Frühlingszwiebeln
ein paar Blätter frischen Koriander

  1. Den Seeteufel in Filets schneiden, mit dem Limettensaft säuern und in einer Pfanne in Öl anbraten bis der Fisch gar ist.
  2. Die Frühlingszwiebeln alle der Länge nach in feine Streifen schneiden und in einer Pfanne mit etwas Wasser und Salz andünsten bis sie bissfest sind.
  3. Die Kokossahne mit dem Wasabipulver, einem Spritzer Limettensaft und Salz in einem Topf kurz erwärmen und mit einem Milchaufschäumer oder Mixstab schaumig schlagen
  4. Alles auf Tellern anrichten und mit gehackten Korianderblättern bestreuen

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