Wenn Allergiker gemeinsam frühstücken.
Gestern war ich auf dem Sprung einen Flieger zu erwischen. Meine Freundin und ich hatten uns länger nicht gesehen. Also haben wir gedacht, der Flughafen liegt entfernungsmäßig zwischen uns, treffen wir uns da. Wir wollten eigentlich gemütlich und ausgiebig frühstücken – leider weit gefehlt.
Bei dem zugegeben reichhaltigem Angebot in der Gastronomie, blieb für uns nicht viel übrig.
Die Buffets waren eigentlich nicht schlecht bestückt. Hübsch und appetitlich angerichtet gab es schon eine Menge, die man normalerweise zum Frühstück genüsslich verspeisen kann. Aber was ist schon normal? Für uns gab es jedenfalls nichts. Wir hatten keine Chance: Es gab reichlich Brot und Brötchen – doch leider nur mit Weizenmehl gebacken. Der Käse bestand durchgängig aus Kuhmilch, und das Obst hatte der emsige Küchenchef als Salat verarbeitet, ohne uns einen einzigen Schnitz Mango oder Papaya oder wenigstens einen Spalt Ananas übrig zu lassen.
Unser gemütliches Frühstück wäre recht mager verlaufen, hätte ich nicht vorsorglich genügend Brötchen beim Bäcker meines Vertrauens gekauft und zu Hause ein paar Wachteleier gekocht. Am Ende haben wir zwei gekochte Hühnereier, drei Päckchen Butter, einmal Kaffee und einmal heißes Wasser bestellt. Mehr war einfach nicht drin. Da wir aber Kummer gewohnt sind, haben wir das Beste daraus gemacht und die mitgebrachten Brötchen mit Hühner- bzw. Wachteleiern gegessen.
Irgendwie war es ganz schön karg der „kulinarische“ Frühstart am Morgen.
Aber ich weiß, dass es irgendwann besser wird. Irgendwann wird die Gastroszene auch auf Allergiker gucken.
Ich habe da noch immer diesen einen Traum…..
Twittern
